Samstag, 03. Dezember 2016


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BVK: Unsicherer Wirtschaftsausblick schlägt auf Beteiligungsmarkt durch - Ausblick positiv

(lifePR) (Berlin, ) "In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten sind Investoren vorsichtig und halten sich mit neuen Engagements zurück. Das erlebt aktuell auch der Markt für Beteiligungskapital. Im zweiten Halbjahr erwarten wir jedoch eine deutliche Verbesserung", so Matthias Kues, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) über die Statistik zum zweiten Quartal 2012.

Im zweiten Quartal dieses Jahres blieben die Private Equity-Investitionen in deutsche Unternehmen mit 594 Mio. € gut ein Drittel unter dem Vorquartalswert von 960 Mio. €. Der Vergleich des Halbjahresergebnisses zeigt, dass der Markt im bisherigen Jahresverlauf mit Investitionen in Höhe von 1.554 Mio. € sowohl das Ergebnis des ersten (3.370 Mio. €) als auch des zweiten Halbjahres 2011 (2.762 Mio. €) verfehlte.

Vor allem das Ausbleiben größerer Transaktionen macht sich bemerkbar, das Marktgeschehen wird im Wesentlichen geprägt von kleineren Transaktionen im Mittelstand. Mit 404 Mio. € blieben die Buy-Out-Investitionen unter dem Niveau des Vorquartals (756 Mio. €). Mit 106 Mio. € verfehlten auch die Venture Capital-Investitionen das Vorquartalsergebnis (133 Mio. €). Der Bereich der übrigen Minderheitsbeteiligungen (Growth, Turnaround, Replacement) verzeichnete dagegen ein leichtes Plus auf 83 Mio. € (Q1: 71 Mio. €).

Im ersten Halbjahr lagen die Venture Capital-Investitionen mit 240 Mio. € rund ein Viertel unter dem Ergebnis des vorherigen Halbjahres, als 313 Mio. € investiert wurden. Die Buy-Out-Investitionen erreichten 1.160 Mio. € - ein Rückgang um die Hälfte im Vergleich zu den vorangegangene sechs Monaten (2.133 Mio. €). Die Investitionen bei den Minderheitsbeteiligungen (Growth, Turnaround, Replacement) halbierten sich ebenfalls von 315 Mio. € auf 153 Mio. €.

Große europäische Volkswirtschaften gleichermaßen betroffen

Die Beteiligungsgesellschaften in Deutschland stehen mit diesem Trend nicht allein da: Wegen der weiterhin offenen Lösung der Euro-Staatsschuldenkrise zeigen sich ähnliche Entwicklungen auch in den Private Equity-Märkten anderer großer europäischen Volkswirtschaften. "Die Investitionszahlen spiegeln die derzeitigen Rahmenbedingungen in Europa wider", so Kues.

Neben den Unsicherheiten an den Finanzmärkten sind auch die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditfinanzierung, das Fehlen geeigneter Zielunternehmen im Buy-Out-Bereich und unterschiedliche Auffassungen auf Käufer- bzw. Verkäuferseite bei der Bewertung für Unternehmensanteile als Gründe für den Investitionsrückgang zu nennen.

Große Übernahmen könnten Kehrtwende einleiten

Für die zweite Jahreshälfte 2012 ist allerdings ein Anstieg der Investitionen zu erwarten. Im Sommer wurden einige große Transaktionen unterzeichnet, unter anderem die Übernahmen von WMF durch KKR oder die von BSN Medical durch EQT. Zudem besteht bei den deutschen Unternehmen anhaltender Eigenkapitalbedarf, der nicht durch Börsengänge oder allein durch eigene Mittel gestillt werden kann. Die Finanzierung mit Fremdkapital wird wegen der Lage auf dem Bankenmarkt ebenfalls nicht einfacher. "Eigenkapital-Geber werden gebraucht", ist sich Kues sicher. "Und die Beteiligungsgesellschaften stehen für Investitionen bereit."

Die ausführliche Statistik zum zweiten Quartal 2012 finden Sie auf unserer Website zum Download.

Zum Beteiligungsmarkt in Deutschland:

Mehr als 200 Beteiligungsgesellschaften sind in Deutschland aktiv, neben deutschen auch viele ausländische Gesellschaften. Diese halten mehr als 5.000 Beteiligungen an deutschen Unternehmen, die wiederum knapp 1,2 Millionen Mitarbeiter beschäftigen und rund 200 Mrd. € umsetzen. Jedes Jahr erhalten mehr als 1.000 deutsche Unternehmen aus den Bereichen Venture Capital, Minderheitsbeteiligungen und Buy-Outs Beteiligungskapital – zwischen 2008 und 2011 insgesamt rund 23 Mrd. €. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren vom Kapital und dem unternehmerischen Knowhow. Neun von zehn finanzierten Unternehmen haben weniger als 500 Mitarbeiter bzw. 50. Mio. € Umsatz.

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