Donnerstag, 08. Dezember 2016


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BMWi-Studie zur Verpackungsverordnung belegt die Vorteile der getrennten Erfassung von Wertstoffen und zeigt Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung auf

(lifePR) (Berlin, ) Heute ist die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag gegebene Studie zur Verpackungsverordnung mit dem Titel "Ökonomischen und ökologischen Bewertung der getrennten Sammlung von verwertbaren Abfällen aus privaten Haushalten und vergleichbaren Anfallstellen" veröffentlicht worden. Durchgeführt wurde die Studie vom IGES Institut, Berlin, dem für Abfallwirtschaft zuständigen ISWAInstitut der Universität Stuttgart und dem Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der Technischen Universität Berlin.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass mit neuen Erfassungssystemen, insbesondere der Wertstofftonne, positive Effekte erzielt werden können. In vielen Fällen kann die Einführung alternativer Erfassungssysteme selbst tragend realisiert werden, d. h. die zusätzlichen Sekundärrohstofferlöse sind höher als die leicht ansteigenden Kosten. Eine Abschaffung der getrennten Sammlung wird aus ökologischen Gründen von den Auftragnehmern nicht empfohlen und würde nach ihrer Darstellung auch aus ökonomischer Sicht bestenfalls geringe gesellschaftliche Kosteneinsparungen mit sich bringen. Weiterhin lehnen die Auftragnehmer im Hinblick auf die Organisation der Verpackungsentsorgung eine (Re-)Kommunalisierung ab. Favorisiert werden systemkonforme Anpassungen des Status quo zur Steigerung des Wettbewerbs und zur Erleichterung der Einführung neuer Erfassungssysteme. Weitergehende Reformen, insbesondere mit Lizenzmodellen, seien aufgrund des hohen Implementierungsaufwands derzeit unrealistisch.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann: "Die Studie, in der umweltpolitische und volkswirtschaftliche Expertise zusammengeführt wurde, bildet eine gute Basis zur Versachlichung der oftmals emotional geführten Diskussion um die Verpackungsentsorgung. Die Studie zeigt, dass die Abfalltrennung, in der wir Deutschen bekanntlich Weltmeister sind, einen nachhaltigen Beitrag zur Rohstoffversorgung leistet und damit auch gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist. Die Ergebnisse unterstreichen aber auch, dass es Möglichkeiten zur Optimierung der Wertstoffsammlung gibt und dass der privaten Entsorgungswirtschaft bei der Umsetzung der Empfehlungen hierzu eine tragende Rolle zukommt."

Die 5. Novelle der Verpackungsverordnung hatte eine intensive Diskussion darüber ausgelöst, ob die gegenwärtig praktizierte Verpackungsentsorgung über das System Gelbe Tonne/Gelber Sack noch zeitgemäß ist. Kritisiert werden vor allem die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten beim Verbraucher - Stichwort Fehlwürfe - und der fehlende Wettbewerb bei der Sammlung der Verpackungsabfälle. Neue Sortiertechniken werfen zudem die Frage nach einfacheren und kostengünstigeren Methoden auf.

Die Studie finden Sie unter http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen.html

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