Donnerstag, 19. Januar 2017


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Olympia: BUND Hamburg bleibt skeptisch

Umweltverband veröffentlicht Position / Senat muss aussagefähige Unterlagen, ein faires Referendum und eine politische Reißleine liefern

(lifePR) (Hamburg, ) Nach den Erfahrungen mit anderen Großprojekten in der Hansestadt steht der BUND Hamburg der Olympia-Bewerbung weiterhin skeptisch gegenüber. Zu häufig hätte der Natur- und Umweltschutz bei Großprojekten wie Airbuserweiterung, Elbvertiefung oder IGS/IBA das Nachsehen gehabt.

"Die in Politik und Wirtschaft erkennbare Olympia-Begeisterung darf nicht dazu führen, dass Natur und Umwelt in der Stadt unter die Räder kommen und andere wichtige Bereiche wie etwa Soziales, Bildung oder der Breitensport das Nachsehen haben", warnt Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Der Senat müsse verbindlich erklären, wie nachhaltige, umweltfreundliche und klimaneutrale Spiele organisiert werden können und woher das Geld dafür kommen soll. Dazu sei auch eine Kosten-Nutzen-Untersuchung, wie sie die Landeshaushaltsordnung vorsieht, erforderlich.

Bis zum Referendum am 29. November 2015 sei eine flächenscharfe Aussage darüber treffen, wohin die derzeit noch auf dem Kleinen Grasbrook ansässigen Hafenbetriebe umgesiedelt werden. Zudem müsse der Senat aufzeigen, welche weiteren Gebiete direkt oder indirekt für Olympia in Anspruch genommen werden. Wichtig sei auch, dass jegliche zusätzliche Klimabelastung durch Olympia ausgeglichen wird. Unabhängig davon müsse der neue Stadtteil "OlympicCity" auf dem Kleinen Grasbrook komplett klimaneutral, weitestgehend autofrei und sozial ausgewogen entwickelt werden.

Für das Referendum im November hält es der BUND für wichtig, sich auf faire Spielregeln zu verständigen. Ansonsten drohe vor dem Hintergrund massiver Wirtschaftsinteressen an der Olympiade eine einseitige Werbeschlacht zugunsten des Megaevents. Hier stehe insbesondere die Handelskammer in der Pflicht, für eine sachliche Auseinandersetzung zu werben.

Der BUND Hamburg sieht die Notwendigkeit, eine Ausstiegsoption politisch zu verabreden und diese bis zum Referendum öffentlich zu erklären. "Wenn die Kosten ins Uferlose wachsen und absehbar ist, dass die Hamburger Pläne in punkto Innovation und Umweltverträglichkeit nicht umsetzbar sind, darf die Stadt den Vertrag mit dem Internationalen Olympischen Komitee nicht unterzeichnen", fordert Manfred Braasch.

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