- Pressemitteilung BoxID 331761
Biosphärengebiet: In Kernbereichen Nachbesserungen erforderlich
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg zur Übergabe des Rahmenkonzeptes "Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Gemeinsam neue Wege wagen"
Besonders positiv bewertet der BUND die Bereiche "Regionalvermarktung" und "Bildung für nachhaltige Entwicklung" des Rahmenkonzeptes. So sollen besondere "Biosphären-Produkte" entwickelt und eine Logistik hierfür aufgebaut werden. Auch im Bildungsbereich spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle. Im Leitbild "Kulturtechniken zur (Selbst-) Versorgung mit Lebensmitteln" geht es darum, einen generationenübergreifenden Wissensaustausch zu fördern und zu zeigen, wie unsere Kulturtechniken mit der Kulturlandschaft und den darin lebenden Tieren und Pflanzen vernetzt sind. Sehr zu begrüßen ist auch die Feststellung, dass der Erhalt traditioneller Techniken zum Schutz der Kulturlandschaft beiträgt und dem Naturschutzziel "Schutz durch Nutzung" dient.
"Dem gegenüber ist es in den zentralen Themenbereichen Naturschutz, Flächenverbrauch und Klimaschutz trotz der Bemühungen der Umwelt- und Naturschutzverbände nicht gelungen, verbindliche Festlegungen im Rahmenkonzept zu verankern", sagte Thomas Goerlich, Vorsitzender des BUND-Regionalverbandes Neckar-Alb. Goerlich erinnerte daran, dass die Erfassung und Betreuung von Tier- und Pflanzenarten sowie ihren Lebensräumen zu den Pflichtaufgaben eines UNESCO-Biosphärenreservates gehören. "Nur auf Grundlage des Rahmenkonzeptes ist die Erfüllung dieser Aufgabe nicht uneingeschränkt gewährleistet", so Goerlich, "hier muss unbedingt nachgebessert werden. Auch eine Ausweitung der Kernzonen des Biosphärengebietes ist zu prüfen."
Eines der wichtigsten Themenfelder im Biosphärengebiet ist für den BUND der Klimaschutz. "Dazu gehören nicht nur ein besonders durchdachter Umgang mit konfliktträchtigen Themen wie dem Ausbau der Windkraftnutzung oder der Bau von Biogasanlagen, sondern auch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept", erläutert BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender.
Gemeinsam mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) hat der BUND eine Studie erarbeitet, in der untersucht wird, wie die Region bis 2040 zu einer Klimaschutzregion Schwäbische Alb weiterentwickelt werden kann. Im Fokus der Studie stehen die Potenziale in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und regionale Wertschöpfung. Die "Potenzialstudie für ein integriertes Klimaschutzkonzept für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb" wird am kommenden Mittwoch, den 18. Juli bei einer Pressekonferenz in Reutlingen öffentlich vorgestellt.
Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren
Zu Pfingsten ist Brunchtime in der Biosphäre Potsdam
, Energie & Umwelt, Biosphäre Potsdam GmbH
Pfingsten steht unmittelbar vor der Tür und die Biosphäre Potsdam hat für das verlängerte Wochenende genau das richtige Angebot, mit dem sich die ganze Familie die...
Die letzten 300
, Energie & Umwelt, WDC, Whale and Dolphin Conservation gGmbH
Anlässlich des Internationalen Tag des Ostseeschweinswals am 19. Mai rufen Umweltschützer den Kreativwettbewerb "Die letzten 300" aus, um auf die besorgniserregende...
Biosphäre Potsdam im Juni: Kinderfest im Saurierparadies
, Energie & Umwelt, Biosphäre Potsdam GmbH
In der Biosphäre Potsdam steht auch im Juni alles im Zeichen der Superechsen. In der aktuellen Sonderausstellung "Dinofieber! Als Saurierforscher auf Expedition"...



