Donnerstag, 08. Dezember 2016


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BUND fordert Ende der Salzabwasserverpressung aus der Kaliindustrie

Vermeidung vor Ort optimieren / Nordseepipeline zügig realisieren

(lifePR) (Hannover, Frankfurt, Bremen, Erfurt, Düsseldorf, ) Nicht nur Werra und Weser, sondern auch das Grundwasser im Umfeld der Kalibergwerke an der Werra ist durch die Salzabwassereinleitungen aus der Kaliindustrie stark gefährdet. Dies macht ein aktuelles Gutachten im Auftrag der Gemeinde Gerstungen in Thüringen erneut deutlich. Daraus ergibt sich, dass die Versalzung des Grundwassers und die Salzgehalte eines Trinkwasserbrunnens der Gemeinde in direktem Zusammenhang zur Salzabwasserverpressung stehen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert daher eine schnellstmögliche Beendigung der Abwasserversenkung. Die vom Unternehmen Kali und Salz (K+S) geplante sogenannte "Neue Integrierte Salzabwassersteuerung" wird so lange abgelehnt, wie sie weiter auf Verpressung von Salzabwasser setzt.

Die Vermeidung von Salzabfall vor Ort durch Nutzung aller technischen Möglichkeiten zur besseren Ausnutzung der Wertstoffe und die Salzabfallverwertung durch Versatzbergbau sollten umgesetzt werden. Für die übrigen Salzabwässer sollte nach Ansicht des BUND die Salzpipeline zur Nordsee zügig geplant und gebaut werden. Eine Pipeline zur Weser lehnt der BUND ab.

Die Behörden und die Politik seien dabei in der Pflicht, dem Unternehmen umgehend verbindliche Rahmenbedingungen vorzugeben. Dazu gehöre nach Ansicht des BUND eine kontinuierliche, zügige Absenkung der Grenzwerte für die zwischenzeitliche Einleitung in die Werra auf ein ökologisch verträgliches Niveau.

Bei der Realisierung einer Nordseepipeline müssten der Schutz des Nationalparkes Wattenmeer sowie eine schnelle Verdünnung der Salzabwässer sicher gestellt werden.

Der BUND ruft die Behörden dazu auf, solche Grenzwerte für die eingeleiteten Salze neu festzusetzen, die schnellstmöglich, spätestens aber bis 2015 in Werra und Weser die Wiederansiedlung der natürlichen Artenvielfalt ermöglichen. Die Verpressung von Salzabwässern in den Untergrund müsse umgehend gestoppt werden.

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