Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Grünbuch "Grün in der Stadt" vorgestellt

bdla würdigt Bestandsaufnahme der Bundesregierung als wichtigen Schritt. Grüne Infrastruktur - Win-Win-Konzept für viele Disziplinen und Akteure

(lifePR) (Berlin, ) Am 10. und 11. Juni 2015 hatten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu dem Kongress "Grün in der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft" nach Berlin eingeladen. Zwei Tage lang diskutierten Akteure aus Politik, Verwaltungen, Wissenschaft und Berufsstand über die Bedeutung des Grüns in der integrierten Stadtentwicklung. Vorgestellt wurde das gleichnamige Grünbuch, mit dem eine Bestandsaufnahme zum Stadtgrün vorgenommen wird. Der Kongress war zugleich Auftakt zu einem Weißbuchprozess, in dessen Verlauf konkrete Handlungsansätze für eine bessere urbane Grünversorgung entwickelt werden sollen. Neu und zu begrüßen ist aus Sicht des bdla, dass das Stadtgrün damit erstmals auf der Ebene der Bundesregierung die nötige Wertschätzung erfährt, die ihm für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte gebührt.

Auf dem Weg vom Grünbuch zum Weißbuch wird die Fachöffentlichkeit, darunter der bdla, die Bundesumweltministerin Dr. Hendricks an ihre Aussage erinnern, dass sich der Bund beim städtischen Grün stärker engagieren muss. Den Worten müssen Taten folgen. Dabei muss das Weißbuch den Schritt von wohlfeiler Zustimmung zum life style (Urban Gardening etc.) hin zu konkreten politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Verbesserungen gehen. Noch in dieser Legislaturperiode konkrete sind Vorschläge und deren Umsetzungen nötig.

Empfehlungen für substantielle Inhalte eines Weißbuches wurden anlässlich des Berliner Kongresses benannt und diskutiert. Hierzu stellt der bdla fest:
- die doppelte, qualifizierte Innenentwicklung muss nicht nur erörtert, sondern vielmehr konsequent realisiert werden;
- die laufende Reform des Baugesetzbuches sollte den § 13a BauGB korrigieren und die Bebauungspläne der Innenentwicklung auf sachgerechte Anwendungsfälle orientieren;
- die wachsenden, sich stetig verdichtenden Stadtregionen brauchen eine konzeptionelle Grünentwicklung auf Quartiersebene und dafür das Instrument der verbindlichen Freiflächengestaltungssatzungen;
- die Vision "Gartenstadt 4.0" muss ausgelotet, dann operationalisiert werden sowie über Modellprojekte Eingang in die Planungspraxis finden.

Bundesumweltministerin Dr. Hendricks hat richtigerweise nicht nur einen Investitionsstau bei der grauen, sondern auch der grünen Infrastruktur festgestellt. Das Weißbuch wird diesen Sachverhalt behandeln müssen. Denn Grüne Infrastruktur rechnet sich zweifelsohne für die Gesellschaft. Ihre Anlage und Pflege kostet aber erst einmal Geld. Sie braucht bspw. vorausschauende Konzepte und Planung auf der Mikro- und Makroebene. Insbesondere kleine Kommunen brauchen auf dem Weg zur Grünen Stadt von morgen Unterstützung, also Know-How-Transfer und finanzielle Förderung. Neue Anreize für integrierte Planungskonzepte sind notwendig, sektoral organisierte administrativ-politische Strukturen wird man optimieren müssen.

Der Kongress in Berlin hat deutlich gemacht, dass die Bedeutung des Stadtgrüns bisher nur ansatzweise in der Politik angekommen ist. Die für Fachleute augenfällige integrative Kraft des Stadtgrüns bspw. für die Klimaanpassungsstrategien gilt es stetig zu erläutern. Der bdla wird daher die im Kongress geknüpften Gesprächsfäden zu Bundestagsabgeordneten aufnehmen und vertiefen. Gleiches gilt hinsichtlich des Potentials der Grünen Infrastruktur, um bspw. Brücken zwischen den Naturschutzverbänden und anderen Akteuren der Stadtentwicklung zu bauen. Denn der Mehrwert des Konzeptes der Grünen Infrastruktur liegt vor allem auch in seiner kommunikativen Kraft und seiner politischen Botschaft: Grüne Infrastruktur ist ein Win-Win-Konzept für viele Disziplinen und diverse Akteure.

In den Jahren 2016 und 2017 wird die Grüne Infrastruktur daher auch den programmatischen Schwerpunkt der Verbandsarbeit des bdla bilden. Das Grünbuch ist ein wichtiger Ankerpunkt für urbane und periurbane Landschaften und entsprechende Aktivitäten. Konsequenterweise wird der Blick aber auch auf die Stadt-Umland-Beziehungen und Landschaftsfunktionen des ländlichen Raums zu richten sein. Ein erstes Fachgespräch von Experten zum Thema Grüne Infrastruktur veranstaltet der bdla am 18. September 2015 in Berlin anlässlich der Verleihung des Deutschen Landschaftsarchitektur-Preises.

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