Mittwoch, 18. Januar 2017


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Empfang in Prag

Treffen tschechischer und deutscher Landschaftsarchitekten im Juni 2015: Vereinbarung zu transnationaler Zusammenarbeit

(lifePR) (Berlin, ) Am 16. und 17. Juni 2015 kam es erstmalig zu einem Treffen von Vertretern des tschechischen und des deutschen Landschaftsarchitektenverbandes in Prag. Ein intensiver Gedankenaustausch zwischen Mitgliedern des bdla-Präsidiums und Kollegen der tschechischen Architektenkammer sowie der Gruppe IFLA Czech führte zu diversen Ideen für eine transnationale Kooperation.

Die Situation in Tschechien, so zeigten die Gespräche, ist deutlich verschieden von der weitgehend etablierten Position des deutschen Berufsstandes sowie der Berufspraxis. 1989 in Folge der "Samtenen Revolution" in der Tschechoslowakei fassten die tschechischen Landschaftsarchitekten in der freien Wirtschaft und als freier Beruf, also auch außerhalb der traditionellen Verwaltung, Fuß. Erst seit 2005 erfolgt bspw. die Aufnahme von Landschaftsarchitekten in die tschechische Architektenkammer. Die tschechischen Kollegen arbeiten oftmals noch nicht auf Augenhöhe mit anderen Planerdisziplinen. Dies wird u.a. deutlich bei der noch ausbaufähigen Beteiligung von Landschaftsarchitekten an großräumigen Planungskonzepten oder bei städtebaulichen Aufgaben. Damit einher geht eine noch zu geringe öffentliche Wahrnehmung der spezifischen Kompetenzen der tschechischen Landschaftsarchitekten. Vielfach herrscht die einseitige Zuweisung des traditionellen Arbeitsfelds der kleinteiligen Gartenarchitektur vor. Der tschechische Verband sieht, trotz einer großen Tradition der Landschaftsarchitekturausbildung in Lednice, auch qualitativen Entwicklungsbedarf in der akademischen Ausbildung.

Der bdla strebt an - neben der bereits bestehenden langjährigen Zusammenarbeit unter dem Dach der IFLA Europe -, einen engeren bilateralen Austausch mit den tschechischen Kollegen zu etablieren. Ein erstes tschechisch-deutsches Kooperationsprojekt, die Entwicklung der Kulturlandschaft im Grenzgebiet mit einem internationalen Kongress in Pilsen, wurde in 2015 bereits sehr erfolgreich durchgeführt. Gegenseitige Bereicherungen werden durch Besuche und Kollegentreffs am besten erreicht, so planen tschechische Kollegen in diesem Sommer den Besuch der BUGA Havelland. Der bdla hat vorgeschlagen, sein alljährliches Planerforum 2016 in Prag zu veranstalten, um noch mehr deutschen Kollegen Einblicke in die tschechische Landschaftsarchitektur, in die Planungspraxis des nahen Nachbarn sowie in seine unverwechselbaren Kulturlandschaften zu vermitteln.

Till Rehwaldt, Präsident des bdla, zeigte sich folglich sehr zufrieden angesichts des kollegialen Miteinanders in Prag: "Der bdla trägt als ein traditionsreicher Verband eine Verantwortung für die Qualifizierung des Berufsstandes in Europa. Mit einer verstärkten Kooperation können wir vor allem dort helfen, wo die Landschaftsarchitektur noch nicht ausreichend etabliert ist. Letztlich profitieren wir in Deutschland davon, wenn fachliche und gesetzliche Standards auch international auf höchstem Niveau definiert werden, vor allem im Zuge der immer weiter voranschreitenden Harmonisierung innerhalb der EU."

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