Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Zahnärzte und bpa verbessern Service in Thüringer Pflegeheimen

(lifePR) (Berlin, ) In Erfurt haben die Landesgruppe Thüringen des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Thüringen (KZVTh) heute eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist eine noch bessere und schnellere Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in den rund 70 Pflegeheimen, die Mitglied im bpa sind. Neben einer regelmäßig garantierten zahnärztlichen Kontrolle sollen künftig auch Behandlungen in den Einrichtungen selbst möglich sein. Diesen Beitrag zu mehr Lebensqualität ermöglicht das Pflegeneuausrichtungsgesetz. KZVTh und bpa empfehlen ihren Mitgliedern, die Kooperationsvereinbarungen vor Ort umzusetzen.

Gesunde Zähne oder gepflegter und gut angepasster Zahnersatz sind gerade auch im Alter die Voraussetzung für problemloses Sprechen oder Essen und damit eine wichtige Grundlage für Gesundheit und Lebensqualität. Zudem fällt es pflegebedürftigen Menschen schwer, eine Praxis aufzusuchen oder sie brauchen im Fall von demenziellen Erkrankungen eine besondere Betreuung. Mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz hat der Gesetzgeber unter anderem eine bessere zahnärztliche Versorgung in Pflegeeinrichtungen ermöglicht.

Margit Benkenstein, Vorsitzende des bpa Thüringen, sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Meilenstein für die Pflegebedürftigen, die Einrichtungen und die Zahnärzte: "Für pflegebedürftige Menschen ist der Besuch einer Praxis häufig sehr schwierig. Wenn der Zahnarzt in das Pflegeheim kommt und dort von den Mitarbeitern unterstützt wird, ist das ein großer Fortschritt."

Dr. Rommel, Vorstandsvorsitzender der KZV Thüringen, betont, dass durch eine strukturierte zahnärztliche Betreuung unter systematischer Einbeziehung der professionellen Pflegefachkräfte die Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen wesentlich verbessert und erhalten werden kann. Gerade Menschen mit Handicap müssen aktiv einbezogen werden und bedürfen des Zusammenwirkens aller Beteiligten. Partnerschaften wie jetzt mit dem bpa Thüringen bilden hierfür eine wichtige Voraussetzung.

Künftig werden in den teilnehmenden Pflegeheimen die Pflegebedürftigen nach ihrem Einzug ins Heim innerhalb von acht Wochen eine erste Zahn- und Kieferuntersuchung erhalten. Danach folgt zweimal im Jahr eine Untersuchung. Außerdem werden Möglichkeiten geschaffen, Behandlungen in den Einrichtungen direkt vorzunehmen.

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Sie ist das Selbstverwaltungsorgan von 1.893 Thüringer Vertragszahnärzten. Sie hat die vertragszahnärztliche Versorgung wie im § 75 des SGB V bezeichnete Versorgung sicherzustellen. Die KZV Thüringen verhandelt und schließt mit den gesetzlichen Krankenkassen die Gesamtverträge ab. Mitglieder der KZV Thüringen dürfen derartige Verträge nicht abschließen. Mehr Informationen unter www.kzvth.de

bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 200 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und ca. 20.000 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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