Mittwoch, 22. Mai 2013


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Adveniat verurteilt gesetzloses Vorgehen gegen Demonstranten in Peru

"Kein Menschenleben kann mit Gold aufgewogen werden"

(lifePR) (Essen, ) Prälat Bernd Klaschka hat das scharfe Vorgehen der peruanischen Polizei gegen Demonstranten verurteilt: "Kein Menschenleben kann mit Gold aufgewogen werden", betonte der Adveniat-Geschäftsführer am 5. Juli in Essen. Bei Demonstrationen gegen den Bau einer Goldmine und die damit einhergehende Trinkwasserverschmutzung sind am vergangenen Dienstag in der Stadt Celendín vier Menschen getötet worden. Nach Behördenangaben wurden bei den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten zudem über 20 Personen verletzt.


Die peruanische Regierung hat den Notstand für die Provinzen Celendín, Cajamarca und Hualgayoc ausgerufen. "Damit ist die Versammlungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger für unbestimmte Zeit außer Kraft gesetzt worden", kritisierte Klaschka. Zudem mobilisiere die Regierung die Armee, um die Polizei vor Ort zu unterstützen. Im Norden Perus demonstrieren die Bürger bereits seit Monaten gegen das Bergbauprojekt Conga des US-Konzerns Newmont. "Umweltgruppen gehen davon aus, dass Grund- und Trinkwasser durch den Abbau von Gold stark verschmutzt werden", sagte der Adveniat-Geschäftsführer.

Auch die vorübergehende, grundlose Verhaftung des früheren Adveniat-Projektpartners Marco Arana ist nach Aussage von Klaschka "nicht hinnehmbar". Viele Partner von Adveniat setzen sich für die Einhaltung von Umweltstandards beim Bergbau ein und haben aufgrund ihres Engagements sogar Morddrohungen erhalten. Unter ihnen ist auch Erzbischof Pedro Barreto. "Trotzt massiver Bedrohung stellt sich Barreto an die Seite der armen Bevölkerung", sagte Klaschka. Im Rahmen einer Peru-Reise im November 2011 hatte er sich vor Ort ein Bild gemacht. "Unsere Projektpartner berichten, dass die sozialen Konflikte aufgrund von Bergbauprojekten in den vergangenen Monaten stark zugenommen haben", sagte der Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerkes. "Als Rohstoffabnehmer müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen und uns für einen nachhaltigen Bergbau einsetzen."

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