Samstag, 10. Dezember 2016


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Betriebsübernahme am 13. Dezember mit Ersatzzügen und Bussen

(lifePR) (Freilassing, ) Aufgrund der fehlenden Zulassung der fünf bestellten FLIRT kommt bei der Berchtesgadener Land Bahn ab 13. Dezember ein Ersatz-Konzept zum Tragen. Zwischen Freilassing und Bad Reichenhall werden Züge von anderen deutschen Bahn-Unternehmen eingesetzt. Eine Durchbindung dieser Züge nach Salzburg ist nicht möglich. Zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden gibt es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen von DB Bahn Oberbayernbus (RVO).

"Diese Situation war leider bis Anfang dieser Woche nicht vorhersehbar. Wir haben fix mit einer Zulassung der bei Stadler bestellten FLIRT durch das Eisenbahn-Bundesamt gerechnet", erklärt Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Bahn. "Erst in den letzten Tagen hat sich abgezeichnet, dass verlangte Nachweise nicht zufriedenstellend erbracht werden konnten und bis Sonntag nicht mehr nachgereicht werden können", so Schuchmann weiter. "Durch die langjährige Erfahrung aller Beteiligten und die gute Zusammenarbeit mit anderen Bahn-Unternehmen konnte jedoch in kurzer Zeit ein Ersatz-Betriebskonzept auf die Beine gestellt werden".

Ersatzkonzept: Fahrzeiten bleiben gleich

"Die gute Nachricht für unsere Fahrgäste ist, dass sich der Fahrplan zwischen Berchtesgaden und Freilassing nicht ändern wird. Nur die Fahrzeuge werden andere sein", sagt Schuchmann. Allerdings wird es keine Durchbindung nach Salzburg geben, da die eingesetzten Ersatz-Züge keine Genehmigung für das österreichische Netz haben. Den hierfür von den ÖBB anzumietenden Talent, kann die ÖBB nicht mehr zur Verfügung stellen.

Auf der Strecke Freilassing - Bad Reichenhall kommen fünf Ersatzfahrzeuge zum Einsatz: ein FLIRT der cantus Verkehrsgesellschaft, zwei Regio-Shuttle der Regentalbahn und zwei Desiro der Vogtlandbahn. "Um die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, steht in den ersten Tagen an jeder Haltestelle ein Zugbegleiter für Fragen zur Verfügung", erläutert Schuchmann. Auch in jedem Zug wird, wie vorgesehen, ein Schaffner mitfahren.

Zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist ein Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Hier gibt der Busfahrer die gewünschte Auskunft. In Bad Reichenhall hat der Bus gleich Anschluss an den Zug nach Freilassing. In der Gegenrichtung gilt dasselbe. "Erst nach den Erfahrungen der ersten Tage können wir sagen, ob der Fahrplan des Schienenersatzverkehrs angepasst werden muss", fasst Schuchmann zusammen.

Service-Hotline eingerichtet

Allen Fahrgästen steht für Fragen die Service-Hotline der BLB rund um die Uhr zur Verfügung: aus Deutschland: 0180/123 123 6, aus Österreich: 0662/44 801 500.

Lokführer werden auf andere Fahrzeuge eingeschult

Die BLB-Triebfahrzeugführer werden vorläufig auf dem einen geliehenen FLIRT eingesetzt. Für die anderen vier Züge kommen Lokführer der Regentalbahn und Vogtlandbahn ins Berchtesgadener Land. "Jedoch absolvieren unsere Mitarbeiter in den nächsten Tagen eine Zusatzausbildung, dann dürfen sie auch mit den Regio-Shuttle und den Desiro fahren", sagt Schuchmann.

"Wir bedauern sehr, dass wir nicht wie geplant mit den neuen FLIRT starten können. Es waren alle Vorbereitungen, die in unserem Einflussbereich lagen, getroffen: von der Ausbildung der Mitarbeiter bis zu den nötigen Informationsmaterialien und dem Eröffnungsfest, das heute stattgefunden hätte. Nur die Zulassung der Fahrzeuge fehlte", so Schuchmann. "Es hat immer nach einem positiven Bescheid für die BLB ausgesehen und wir erwarten jetzt eine schriftliche Stellungnahme von allen bei der Fahrzeug-Bestellung Beteiligten", so Schuchmann weiter.

Vom Bau bis zur Zulassung eines Zuges vergehen Jahre

In ganz Europa sind mehr als 400 FLIRT im Einsatz. "Jedoch muss nicht wie beim PKW nur jede Type zugelassen werden, sondern jeder einzelne Zug", erklärt Schuchmann. Der Bau der fünf FLIRT begann vor über zwei Jahren. Fünf Monate vor der Auslieferung kamen neue Vorschriften hinzu: Es ist eine neue Europäische Norm in Kraft getreten und es werden zwei neue Abnahmetests verlangt. Nach der Auskunft von Stadler war bei der letzen Fahrt auf der Teststrecke bei München die elektromagnetische Verträglichkeit des Fahrmotors unzureichend. Ein neuer Abnahmetermin wird sich in der kurzen verbleibenden Zeit und den Wartezeiten für die Teststrecke nicht ausgehen. Die Weihnachtszeit eingerechnet, ist der Einsatz der neuen Züge erst im Jänner zu erwarten. Andere Bahnen warten ebenfalls auf den EBA-Bescheid, so z.B. die Hunsrückbahn und die DB zwischen München und Passau. Auch die eurobahn kann ihre 14 neuen FLIRT nicht wie geplant einsetzen. "Die Sicherheit unserer Fahrgäste ist ausschlaggebend", so Schuchmann abschließend.

Arnulf Schuchmann wird heute von 14: 00 - 15:00 Uhr für Gespräche in der LokWelt in Freilassing zur Verfügung stehen.

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