Sonntag, 04. Dezember 2016


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Huml fordert langfristige Lösung der Haftpflichtproblematik bei Hebammen

Bayerns Gesundheitsministerin bei Fachkongress zur Geburtshilfe in Bamberg

(lifePR) (München, ) Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml setzt sich weiterhin für eine langfristige Lösung der Haftpflichtproblematik bei Hebammen ein. Anlässlich des Fachkongresses "Bamberger Blickpunkt Geburtshilfe" betonte Huml am Samstag in Bamberg: "Die Anstrengungen von Hebammen und Entbindungshelfern für die Gesundheit von Mutter und Kind sind unverzichtbar für unser Land. Deshalb ist es mir nicht nur als Gesundheitsministerin, sondern auch als Mutter ein besonderes Anliegen, deren wertvolle Arbeit zu unterstützen."

Die Ministerin unterstrich: "Klar ist für mich: Wir brauchen eine grundsätzliche Lösung der ständig weiter steigenden Kosten für die Berufshaftpflichtprämie. Hier steht die Bundesregierung in der Verantwortung. Erste Schritte - auch auf die Initiative von Bayern hin - hat der Bund bereits ergriffen, um die finanzielle Situation der Hebammen zu verbessern."

Der Bundestag hatte vergangenes Jahr ein Soforthilfe-Paket beschlossen: So erhalten Hebammen seit dem 1. Juli 2014 Vergütungszuschläge zum Ausgleich für Prämienerhöhungen der Haftpflichtversicherung. Ab Juli 2015 werden dann dauerhaft Sicherstellungszuschläge gezahlt.

Huml betonte: "Grundsätzlich begrüße ich die bereits getroffenen Maßnahmen sehr. Aber es müssen weitere, nachhaltige Schritte folgen. Denn Hebammen müssen auch künftig von ihrem Beruf leben können. Dazu gehört eine angemessene und vor allem leistungsgerechte Vergütung. Aber auch die Versicherungsprämien für Hebammen und Entbindungshelfer müssen bezahlbar bleiben."

Die Zahl der in Bayern tätigen Hebammen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Es haben sich im Freistaat immer mehr Hebammen selbstständig gemacht. Während im Jahr 2011 noch 2.437 Hebammen selbstständig waren, stieg deren Zahl innerhalb von zwei Jahren um fast 17 Prozent auf 2.848 im Jahr 2013. Insgesamt arbeiten in den ambulanten und stationären Einrichtungen in Bayern heute rund 1.000 Hebammen mehr als noch vor zehn Jahren.

Derzeit verfügen über 100 der insgesamt 411 bayerischen Krankenhäuser über eine Geburtshilfestation. Huml bekräftigte: "Auch künftig wird sich Bayern für die berechtigten Belange der Hebammen und für eine ausreichend flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe einsetzen."

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