Samstag, 25. Mai 2013


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Merk: "Vertrauen in die Organspende darf nicht verloren gehen. Kein Platz für schwarze Schafe in der Transplantationsmedizin!"

(lifePR) (München, ) Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk setzt sich seit vielen Jahren für die Förderung der Bereitschaft der Menschen zur Organspende ein. Nachdem in den letzten Tagen mehrfach über zweifelhafte Transplantationspraktiken an verschiedenen Kliniken berichtet wurde, hat sich die Ministerin heute zusammen mit den Medizinern Prof. Dr. med. Burkhard Göke, Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch und Prof. Dr. med. Bruno Meiser im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Klinikum München-Großhadern geäußert.


Merk: "Organspenden und Transplantationen retten Leben! Schon heute warten in Deutschland etwa 12.000 Menschen auf ein Organ - und das im Schnitt fünf bis sechs Jahre. Alle acht Stunden stirbt einer von ihnen."

Die Ministerin weiter: "Jeder von uns kann der nächste sein, der dringend auf ein Herz, eine Leber oder eine Niere eines Verstorbenen angewiesen ist. Aber auch wenn es derzeit zu wenig Organe gibt, ist für mich ganz klar: Transplantationen dürfen nur unter Einhaltung aller strengen rechtlichen, medizinischen und auch ethischen Voraussetzungen durchgeführt werden. Deshalb müssen wir uns bei den jetzt bekannt gewordenen Fällen die Frage stellen: Ist hier etwas falsch gelaufen? Wurden Fehler gemacht? Was können wir gegebenenfalls im System noch verbessern?"

"Natürlich werden unsere Staatsanwaltschaften in den jetzt bekannt gewordenen Fällen mit Nachdruck ermitteln, ob verfolgbare Straftaten vorliegen. Die Regensburger Staatsanwaltschaft ist bereits dabei, die von der Uniklinik Regensburg angezeigten neuen 23 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen das Transplantationsgesetz zu überprüfen", so Merk weiter.

Unabhängig von der strafrechtlichen Seite ist für die Ministerin aber eines entscheidend: "Es darf unter keinen Umständen der Eindruck entstehen, dass die Transplantationsmedizin nicht mehr vertrauenswürdig ist. Denn ansonsten werden die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr offen für die Transplantationsmedizin sein und Organspenden schlicht ablehnen. Und das kostet Menschenleben!"

Merk abschließend: "Wir müssen deshalb die im Raum stehenden Vorwürfe schnell und mit größtmöglicher Transparenz aufklären. Damit nicht wegen einigen schwarzen Schafen diese so wichtige und lebensrettende medizinische Errungenschaft Schaden nimmt!"

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