Samstag, 03. Dezember 2016


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Gerd Häusler übernimmt Vorstandsvorsitz bei der BayernLB

(lifePR) (München, ) Gerd Häusler hat heute das Amt des Vorstandsvorsitzenden der BayernLB übernommen. Als seine beiden wichtigsten Ziele bezeichnete er dabei, die Bank zum einen dauerhaft im Bereich schwarzer Zahlen zu etablieren und sie zum anderen mittelfristig für Investoren hinreichend attraktiv zu machen. In dieser Aufgabe sehe er sich als Sachwalter des bayerischen Steuerzahlers, um im Verlauf der nächsten Jahre dem Freistaat als Eigentümer der Bank einen schrittweisen Ausstieg zu erlauben.

Ministerpräsident Horst Seehofer knüpft hohe Erwartungen an den Amtsantritt des neuen Vorstandsvorsitzenden. Seehofer sagte: "Mit dem heutigen Tag legen wir eine große Aufgabe vertrauensvoll in die Hände von Gerd Häusler. Gerd Häusler ist ein international renommierter, erfolgreicher und erfahrener Finanzfachmann. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, ihn für diese Aufgabe zu interessieren. Für die Bank geht es jetzt darum, in enger Abstimmung mit der EU die Restrukturierung konsequent voranzutreiben. Die Zahlen für 2009 stimmen vorsichtig optimistisch, dass dieser Restrukturierungsprozess gelingt. So belief sich das operative Ergebnis bereinigt um die Verluste aus der HGAA auf 885 Millionen Euro. Die Aufarbeitung der Vergangenheit bei der BayernLB findet im dafür vom Bayerischen Landtag eingesetzten Untersuchungsausschuss statt."

Finanzminister Georg Fahrenschon begrüßte den neuen Vorstandsvorsitzenden: "Gerd Häusler verfügt über drei Jahrzehnte Erfahrung im öffentlichen und im privaten Banksektor, die er sowohl im Inland als auch im Ausland gesammelt hat. Er bereichert bereits seit August 2009 als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender die Arbeit im Aufsichtsgremium der Landesbank mit seinen vielfältigen Erfahrungen und Sachkenntnissen. Mit diesem Rüstzeug in verschiedenen Bereichen des Bankgeschäfts wird er der Landesbank die erforderlichen Impulse geben, um ihr auf dem bereits eingeschlagenen Weg der Restrukturierung und Neuausrichtung zum Erfolg zu verhelfen."

Gerd Häusler betonte in seiner Antrittsrede: "In der Sprache des Eiskunstlaufs haben wir eine Pflicht und eine Kür vor uns." Als "Pflicht" sehe er es an, dass die Bank dauerhaft ein positives Ergebnis erzielt. Hier gelte es unter anderem, das eingeleitete Transformationsprogramm "Herkules" fortzusetzen, also die Bank auf ein vertretbares Maß an Risikoappetit und Kostenstrukturen zu trimmen. Die BayernLB werde aber auch, sofern dies im Kundeninteresse liegt, Gelegenheiten zu unternehmerisch motivierter Expansion wahrnehmen.

"Die Kür wiederum wird darin bestehen, in den nächsten Jahren die Rentabilität des Hauses so zu steigern, dass ein Eigentümerwechsel möglich wird und der Freistaat Bayern sein eingesetztes Kapital möglichst weitgehend zurückerhält", sagte Häusler. Der neue Vorstandsvorsitzende sprach dabei von einer hinreichend hohen Eigenkapitalrendite der BayernLB, die erforderlich sei, um für Kapital von außen attraktiv zu sein. Häusler betonte in diesem Zusammenhang: "Wir werden uns in den nächsten Jahren auf das Geldverdienen konzentrieren müssen. Nur eine solche Konzentration auf das Bankgeschäft außerhalb der politischen Arena erlaube es, die hoch gesteckten wirtschaftlichen Ziele erreichen zu können."

Die strategischen Handlungsspielräume für die BayernLB sind nach Einschätzung von Häusler aufgrund der zu erwartenden Auflagen der EU-Kommission ohnehin eng gesteckt. "Wer staatliche Beihilfe in Anspruch nimmt, verliert aufgrund der EU-Beihilferegeln weitgehend seine unternehmerische Gestaltungsfreiheit", sagte er. Gleichwohl sieht Häusler realistische Chancen, die BayernLB auch im Kontext eines harten Wettbewerbs in eine stabile Zukunft zu führen: Das Geschäftsmodell der deutschen Landesbanken sei zwar seit jeher international marktunüblichen Restriktionen unterworfen und enge die geschäftlichen Handlungsspielräume deutlich ein. Die konsequente Umsetzung des Geschäftsmodells mit der Konzentration auf Kunden in den wirtschaftsstarken Regionen Bayern und Deutschlands biete aber dennoch eine hinreichend solide Grundlage, um am Markt erfolgreich zu sein. Die bereits erreichten Erfolge im operativen Geschäft wertet der neue Vorstandsvorsitzende als erste Bestätigung für diesen Kurs. Die BayernLB müsse sich aber noch konsequenter an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten: "Kundenorientierung wird in dieser Bank unter meiner Führung oberste Maxime sein."

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