Montag, 05. Dezember 2016


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BayernLB erzielt operatives Neun-Monats-Ergebnis in Höhe von 613 Mio. Euro

(lifePR) (München, ) .
- Konzernergebnis vor Steuern erreicht 367 Mio. Euro
- Kernkapitalquote steigt auf 10,7 Prozent
- Verwaltungsaufwand um 12,3 Prozent reduziert
- Inländische Kreditengagements wachsen um 7 Prozent
- Kreditrisikovorsorge auf 1.292 Mio. Euro erhöht
- Kapitalzufuhr bei HGAA zum Jahresende geplant
- Jahresfehlbetrag von über 1 Mrd. Euro erwartet

Die BayernLB hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 trotz des schwierigen Marktumfelds in der Finanz- und Realwirtschaft ihr Ergebnis deutlich verbessern können. Der operative Gewinn stieg auf 613 Mio. Euro, nach einem Fehlbetrag von 1.674 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 367 Mio. Euro (Vorjahr: -1.740 Mio. Euro). Die BayernLB konnte aufgrund des stabilen Kundengeschäfts und wirkungsvoller Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Rahmen der eingeleiteten Restrukturierung der Bank in allen drei Quartalen des laufenden Jahres einen Überschuss ausweisen. Im 3. Quartal betrug das Ergebnis vor Steuern 16 Mio. Euro. Den in allen Geschäftsfeldern erhöhten Erträgen stand infolge des rezessiven Umfelds eine stark ausgeweitete Kreditrisikovorsorge gegenüber, insbesondere für Aktivitäten der konzernstrategischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) in Ost- und Südosteuropa. Die aufsichtsrechtliche Kernkapitalquote stieg unter anderem durch den Abbau von Risikopositionen zum 30. September auf 10,7 Prozent und bildet damit ein starkes Fundament für die weitere Restrukturierung und Neuausrichtung der Bank.

"Die BayernLB hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut am Markt behauptet", sagte Dr. Michael Kemmer, Vorsitzender des Vorstandes der BayernLB. "In den Heimatmärkten Bayern und Deutschland konnte die BayernLB ein moderates Wachstum im Kreditgeschäft erzielen. Das positive Ergebnis auch im dritten Quartal belegt das Vertrauen, das die Bank bei Kunden und Investoren genießt. Die deutliche Reduzierung des Verwaltungsaufwands unterstreicht die Wirksamkeit der Restrukturierungsmaßnahmen."

Dr. Kemmer erklärte weiter: "Die BayernLB ist auf dem richtigen Weg, wie das Kundengeschäft und die Fokussierung der Bank zeigen. Das Ergebnis für das Gesamtjahr wird neben einer weiteren Erhöhung der Risikovorsorge im Kerngeschäft insbesondere durch die Entwicklungen in der HGAA geprägt sein. Wir erwarten deshalb einen Verlust für das Jahr 2009. Mit ihrer soliden Kapitalausstattung ist die BayernLB in der Lage, zukünftige Belastungen aus eigener Kraft zu bewältigen."

Ertragslage

Der Zinsüberschuss lag in den ersten neun Monaten des Jahres mit 1.934 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (1.949 Mio. Euro). Die im Retailsegment tätigen Töchter erhöhten ihr Zinsergebnis, unter anderem da sich durch neu gewonnene Kundeneinlagen die Refinanzierungsstruktur verbesserte. Der rückläufige Zinsüberschuss in der Kernbank war insbesondere durch die Kosten der Liquiditätssicherung bedingt.

Infolge der weltweiten Wirtschaftskrise erhöhte sich die Kreditrisikovorsorge im Vorjahresvergleich um fast eine Milliarde Euro auf 1.292 Mio. Euro. Mehr als die Hälfte hiervon entfiel auf die HGAA und die MKB. Die HGAA musste ihre Risikovorsorge mehr als verdoppeln und trug allein rund 44 Prozent zum Vorsorgebedarf des BayernLB-Konzerns bei. Insgesamt liegen die anderen Konzerneinheiten in ihrer Risikovorsorge deutlich unter dem zeitanteiligen Planwert.

Der Provisionsüberschuss belief sich im Berichtszeitraum auf 325 Mio. Euro. Das Ergebnis wurde im Vergleich zum Vorjahr (452 Mio. Euro) durch die Entwicklung der Provisionserträge im Kreditgeschäft sowie die an den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) zu entrichtenden Gebühren für die staatsgarantierte Emission der BayernLB geprägt.

Das Ergebnis aus der Fair Value Bewertung entwickelte sich mit 754 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen deutlich positiv (Vorjahr: -1.017 Mio. Euro). Dabei entfielen auf das Handelsergebnis 694 Mio. Euro (Vorjahr: -585 Mio. Euro) und auf das Ergebnis aus der Fair Value Option 60 Mio. Euro (Vorjahr: -432 Mio. Euro). Im Handelsergebnis sind im Wesentlichen Erträge aus dem kundenbezogenen Zinsderivate- und Devisengeschäft sowie Wertaufholungen aus den von der Finanzmarktkrise betroffenen Credit Portfolios enthalten.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen erhöhte sich auf 291 Mio. Euro (Vorjahr:
- 1.185 Mio. Euro). Im dritten Quartal setzten sich die positiven Einflüsse durch allgemein niedrigere Credit Spreads in der Kategorie der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere fort. Des Weiteren sind Effekte aus dem mit dem Freistaat Bayern abgeschlossenen Garantieschirm enthalten, der Verluste aus dem ABS-Portfolio ausgleichen soll.

Die von der BayernLB eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz verbesserten die konzernweite Kostenbasis in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 erheblich. Der Verwaltungsaufwand sank um 12,3 Prozent auf 1.554 Mio. Euro. Rund 70 Prozent der Einsparungen entfielen auf die BayernLB, 30 Prozent auf die konzernstrategischen Töchter. Die Bank liegt mit diesem Ergebnis über den Planvorgaben des Restrukturierungsprogramms "Herkules". Der Personalabbau verläuft planmäßig: Im Konzern konnten in den ersten drei Quartalen insgesamt mehr als 900 Stellen abgebaut werden. Der Restrukturierungsaufwand für das Gesamtjahr 2009 (-246 Mio. Euro) wurde im Wesentlichen im ersten Halbjahr ergebniswirksam verarbeitet.

Vermögens- und Finanzlage

Im Zuge der zum Jahresbeginn eingeleiteten Restrukturierung und Fokussierung setzte die BayernLB den Rückbau von Nicht-Kernaktivitäten auch im dritten Quartal fort. Die Bilanzsumme verringerte sich seit Jahresende 2008 um insgesamt 26,8 Mrd. Euro auf 394,9 Mrd. Euro und sank damit erstmals seit dem Jahr 2007 wieder unter die 400-Milliarden-Euro-Marke. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Auflösungen von Positionen im Interbankengeschäft. Die Risikopositionen reduzierte die Bank um 13,4 Prozent auf 171,3 Mrd. Euro.

Das Kreditvolumen der BayernLB summierte sich zum Ende des dritten Quartals auf 297,7 Mrd. Euro. Auf die Kernmärkte Bayern und Deutschland entfielen Kundenforderungen in Höhe von 114 Mrd. Euro und damit 7,0 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2008. Die BayernLB wertet diesen Zuwachs als Vertrauensbeweis ihrer Kunden und als Beleg ihrer starken Marktstellung in der Unternehmensfinanzierung.

Die Kapitalausstattung der BayernLB entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf positiv. Durch den kontrollierten Abbau von Risikoaktiva wuchs die Kernkapitalquote im dritten Quartal um 0,3 Prozentpunkte auf 10,7 Prozent. Zum 31. Dezember 2008 lag sie bei 8,0 Prozent. Das bilanzielle Eigenkapital stieg infolge der Kapitalmaßnahme des Freistaats Bayern seit Jahresbeginn um 7,2 Mrd. Euro auf 18,4 Mrd. Euro.

Segmentergebnisse

Im Rahmen der Neuausrichtung und Redimensionierung des BayernLB-Konzerns wurde zum 1. Juli 2009 die Segmentberichterstattung an die geänderte Geschäftsausrichtung angepasst. Die positive operative Entwicklung der Bank in den ersten neun Monaten spiegelt sich in nahezu allen neu gebildeten Segmenten wider.

Mit guten bis zufriedenstellenden operativen Ergebnissen haben die Segmente "Corporates & Markets", "Immobilien, Öffentliche Hand & Sparkassen" sowie "Mittelstand & Privatkunden" abgeschlossen. Die Eigenkapitalrendite lag zwischen 7,2 und 16,0 Prozent.

Bei insgesamt gestiegenen Erträgen im Zins- und Provisionsüberschuss führt die hohe Kreditrisikovorsorge im Segment "Osteuropa" zu einem negativen operativen Ergebnis. Verantwortlich hierfür ist der Ergebnisbeitrag der HGAA. Die im Segment enthaltene MKB erzielte in den ersten neun Monaten ein positives und gegenüber dem Vorjahr verbessertes operatives Ergebnis.

Die zum 1. Juli 2009 gegründete "Restructuring Unit" weist ebenfalls eine hohe Risikovorsorge aus, erreicht aber bedingt durch gute Ergebnisse aus der Fair Value-Bewertung und aus Finanzanlagen ein insgesamt zufriedenstellendes operatives Ergebnis. Neben dem ABS-Portfolio wurden in der Restructuring Unit weitere Wertpapier- und Kreditportfolios gebündelt, bei denen es sich um Abbauportfolios handelt, die nicht im Fokus der strategischen Neuausrichtung stehen.

Ausblick für das Gesamtjahr 2009

Der Vorstand der BayernLB rechnet auch im vierten Quartal mit einem soliden Kundengeschäft und stabilen operativen Erträgen. Konjunkturbedingt wird jedoch eine zusätzliche Ausweitung der Risikovorsorge erwartet, welche die Erfolgsrechnung des Konzerns ebenso prägen wird wie die weitere Entwicklung bei der HGAA.

Im Rahmen eines sogenannten "Asset Screening" werden derzeit die Kreditportfolios der HGAA durch eine Wirtschaftprüfungsgesellschaft überprüft. Infolge der sich abzeichnenden Ergebnisse und der deshalb zu erhöhenden Vorsorge wird ein deutlicher Jahresfehlbetrag bei der HGAA erwartet. Um eine marktkonforme Kapitalausstattung des Instituts sicherzustellen und die Restrukturierung der Beteiligung zu forcieren, wird die Zufuhr von Kapital unumgänglich sein.

Auf Basis der Erkenntnisse zur Risikovorsorge bei der HGAA und unter Berücksichtigung der Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in ihrem Marktgebiet, ist eine revidierte Mehrjahresplanung für das Institut zu erstellen. Da davon auszugehen ist, dass der hieraus abgeleitete Unternehmenswert niedriger ausfallen wird als er derzeit in den Büchern des BayernLB-Konzerns enthalten ist, werden zusätzliche Belastungen aus dem Goodwill-Impairment zum Jahresende zu berücksichtigen sein.

Die erhöhte Risikovorsorge und die zu erwartende Wertberichtigung bei der HGAA werden das Konzernergebnis der BayernLB im vierten Quartal in erheblichem Umfang belasten. Eine exakte Quantifizierung ist derzeit nicht möglich. Es ist aber davon auszugehen, dass wegen der genannten Effekte ein Jahresfehlbetrag von über 1 Mrd. Euro ausgewiesen werden muss. Aufgrund der soliden Kapitalausstattung des Konzerns, wird der erwartete Verlust jedoch keine Kapitalmaßnahmen auf Ebene der BayernLB erfordern. Bereinigt um den Restrukturierungsaufwand und die Belastungen im Zusammenhang mit der HGAA, ist aus jetziger Sicht ein für die Bank gutes und über den Planungen liegendes Konzernergebnis für das Gesamtjahr zu erwarten.

Für den HGB-Einzelabschluss der BayernLB wird ebenfalls mit einem negativen Ergebnis gerechnet. Grund dafür ist die zu erwartende Abschreibung auf den Buchwert der HGAA. Eine Bedienung der Eigenkapitalinstrumente, die einen Bilanzgewinn des HGB-Einzelabschlusses erfordern (Stille Einlagen, Genussrechte), kann deshalb gemäß den zu erwartenden Auflagen der Europäischen Kommission voraussichtlich nicht erfolgen. Die BayernLB beabsichtigt jedoch, im Rahmen des rechtlich Zulässigen eine Verlustteilnahme der Eigenkapitalinstrumente zu vermeiden.

Der Quartalsbericht steht unter www.bayernlb.de zum Download bereit.

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