Sonntag, 11. Dezember 2016


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Ab 13. Dezember 2009 bessere Bahnverbindungen in Niederbayern und der Oberpfalz / Freistaat Bayern finanziert erheblich mehr Züge zum Fahrplanwechsel

(lifePR) (München, ) Bahnkunden in Niederbayern und der Oberpfalz dürfen sich auf Verbesserungen im BAYERN-TAKT freuen. Am 13. Dezember 2009 tritt der Jahresfahrplan 2010 in Kraft, der den Fahrgästen eine ganze Reihe von Neuerungen bieten wird. Realisiert werden die Verbesserungen durch Bestellungen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), die den Nahverkehr im Auftrag des Freistaats Bayern plant, finanziert und überwacht. So können sich Fahrgäste auf eine schnellere Bahnverbindung im Stundentakt zwischen München und Passau freuen. Auch die Rottalbahn erhält eine ganz neue Qualität.

München - Passau: schnellere Zugverbindungen im Stundentakt

"Zum Fahrplanwechsel im Dezember verbessern wir den Schienenverkehr nach Passau deutlich. Die Fahrgäste profitieren von wesentlich kürzeren Fahrzeiten, stündlich umsteigefreien Zügen und besseren Verbindungen in den Abendstunden. Künftig können Fahrgäste die 191 km lange Strecke zwischen München und Passau mit dem Zug immer stündlich in gut zwei Stunden zurücklegen", erklärt BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka. Bis Ende 2021 fährt die DB Regio auf Bestellung der BEG stündlich - statt wie bisher zweistündlich - schnelle Regionalexpress-Züge zwischen München und Passau. Nur noch durchschnittlich zwei Stunden und 13 Minuten benötigen die schnellen Züge für die Strecke und sind damit zum Teil rund 30 Minuten schneller als heute. "Mit dem neuen Fahrtenangebot weiten wir die Verkehrsleistungen auf der Strecke um 25 Prozent aus", so Czeschka. In Plattling gibt es weiterhin stündlich optimale Anschlüsse in alle Richtungen. So profitieren auch Fahrgäste, die in Plattling beispielsweise nach Deggendorf und in den Bayerischen Wald umsteigen, von den verkürzten Reisezeiten. Alle Züge werden in Freising, Landshut, Dingolfing, Landau, Plattling, Osterhofen und Vilshofen halten, die meisten Züge auch in Moosburg, Wörth und Wallersdorf. Aufgrund geringer Nachfrage und zugunsten kurzer Reisezeiten entfällt der Halt in Otzing. Neue Regionalbahnen mit guten Anschlüssen von und nach München bedienen die Stationen zwischen Freising und Landshut, an welchen die schnellen Züge künftig nicht mehr halten werden. Zusätzlich zu den beschleunigten und umsteigefreien Fahrten im Stundentakt wird der neue Fahrplan auch bessere Verbindungen in den Abendstunden bieten: Letzte Abfahrt nach Passau wird in München dann täglich um 23.26 Uhr sein. So wird der gesamte ostbayerische Raum optimal an die Landeshauptstadt mit ihrem umfangreichen kulturellen Angebot angebunden. Zum Einsatz kommen fabrikneue Fahrzeuge vom Typ "Coradia Continental" mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und starkem Beschleunigungsvermögen. Deren Auslieferung hat sich allerdings verzögert, sodass die neuen Fahrzeuge zum Fahrplanwechsel noch nicht zur Verfügung stehen werden. Dies hat allerdings keine Auswirkungen auf den neuen Fahrplan.

Rottalbahn: Stündliche Züge

Während bisher die Halte zwischen Mühldorf und Passau etwa alle zwei Stunden bedient wurden, können sich die Fahrgäste ab 13. Dezember auf einen Stundentakt freuen. Auf Bestellung der BEG wird das Zugangebot fast verdoppelt und bis in die Abendstunden deutlich ausgeweitet. Der letzte Zug ins Rottal nach Pfarrkirchen wird in Passau täglich um 23.03 Uhr starten, während in Mühldorf der letzte Zug nach Pocking sogar erst um 23.37 Uhr abfahren wird. Damit haben Fahrgäste ab München Hbf um 22.28 Uhr bzw. ab München Ost um 22.38 Uhr noch eine Verbindung bis ins Rottal. In Mühldorf wird die Rottalbahn ideal mit den weiterführenden Linien verknüpft: Dank des bewährten "Liniensterns Mühldorf" ergeben sich für die Fahrgäste günstige Umsteigezeiten in Richtung München, Burghausen, Salzburg oder Rosenheim. In Passau bestehen unverändert günstige Anschlüsse zu den ICE-Zügen Richtung Nürnberg - Frankfurt - Rheinland. Der besonders bei den Kurgästen sehr beliebte, an Samstagen verkehrende, umsteigefreie IC "Rottaler Land" zwischen dem niederbayerischen Bäderdreieck und Hamburg wird weiterhin verkehren. Voraussetzung für die Einführung des Stundentaktes auf der eingleisigen Strecke war der Ausbau des Bahnhofs Massing. Der Haltepunkt wurde unter finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Bayern zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut. Der Bahnhof hat zwei Gleise und zwei Bahnsteigkanten erhalten, so dass künftig zwei sich begegnende Züge aneinander vorbei fahren können.

München/Nürnberg - Prag: bessere Verbindungen

Beschleunigte Züge, komfortablere Fahrzeuge, besserer Service: Nachdem die Deutsche Bahn im Jahr 2002 den Fernverkehr eingestellt hat, optimieren die BEG und das Ministerium für Verkehr der Tschechischen Republik den Schienenverkehr zwischen Bayern und Tschechien. Langfristig erwartet die BEG jedoch, dass ein Bahnunternehmen den Fernverkehr auf der Schiene selbständig wieder aufnimmt. Erbracht werden die Leistungen von der Vogtlandbahn und der Tschechischen Bahn Ceske Drahy (CD). Auf den Relationen München - Prag und Nürnberg - Prag kommen abwechselnd deutsche und modernisierte tschechische Wagen zum Einsatz, die in Bayern auf beiden Routen einheitlich unter dem Label "alex" vermarktet werden.

Insgesamt vier Zugpaare verkehren im Vierstundentakt von Prag bis Schwandorf und werden dort abwechselnd nach München und Nürnberg weitergeführt. Durch schnelle Umsteigeverbindungen in Schwandorf ergeben sich für beide bayerischen Metropolen täglich in beiden Richtungen je vier Prag-Verbindungen. Die Reisezeiten von Nürnberg bzw. München nach Prag verringern sich um etwa 15 Minuten. Die moderne alex-Diesellok kommt künftig bei allen Zügen grenzüberschreitend bis Pilsen zum Einsatz, wodurch der zeitraubende Lokwechsel am Grenzbahnhof Furth im Wald entfällt. In Nürnberg haben die Prag-Züge schlanke Anschlüsse an die ICE-Linie Richtung Dortmund. Dadurch führt die schnellste Bahnverbindung von Westdeutschland nach Tschechien künftig über Nürnberg - Furth im Wald statt über Dresden. Außerdem übernimmt die Vogtlandbahn mit ihrem "alex"-Komfort auch die Frühverbindung von Schwandorf (Abfahrt künftig täglich um 4.11 Uhr) über Amberg nach Nürnberg und abends die Rückfahrt von Nürnberg (Abfahrt 19.40 Uhr) nach Schwandorf.

München - Landshut - Regensburg: neue Expressverbindungen

Mit dem neuen Prag-Konzept entstehen zwischen München und Regensburg zusätzlich zum bestehenden Stundentakt neue Expressverbindungen. Diese Sprinterzüge mit Halt nur in Landshut und teilweise Freising verbessern das Angebot für die Fahrgäste auf dieser nachfragestarken Achse wesentlich. Die Expresszüge, die zum Teil auch in für Berufspendler interessanten Fahrlagen verkehren, bieten den Kunden sowohl mehr Platz als auch kürzere Fahrzeiten. So wird Ostbayern noch besser an München angebunden. Neu ist auch eine Verbindung gegen 5 Uhr ab München über Landshut nach Regensburg mit Anschluss über Schwandorf nach Prag, mit der die tschechische Hauptstadt künftig bereits vor 11 Uhr erreicht werden kann.

Bessere Verbindungen in Furth im Wald, Cham und Weiden

Furth im Wald und Cham erhalten mit dem später gelegten RE (in Furth neu ab 6.12 Uhr), aber auch mit den neuen alex-Zügen der Relation Prag - Nürnberg schnelle Verbindungen zusätzlich zum stündlichen Taktangebot in den mittelfränkischen Verdichtungsraum und interessante Anschlüsse Richtung Rhein-Main und Rhein-Ruhr. Auch die erste Verbindung am Morgen ab Schwandorf nach Nürnberg wird vom alex übernommen (Schwandorf ab 4.11 Uhr) und beschleunigt. Der erste Zug von Weiden wird in Neukirchen auf diesen alex-Zug abgestimmt, so dass Reisende von der nördlichen Oberpfalz erstmals die Frühverbindungen ab Nürnberg in Richtung Dortmund, Hamburg und Karlsruhe erreichen können. Weiden erhält durch einen neuen RE mit Abfahrt um 5.22 Uhr eine um 20 Minuten schnellere Frühverbindung nach Regensburg mit dortiger Ankunft um 6.15 Uhr. Durch einen schlanken Anschluss kann München schon vor 8 Uhr erreicht werden.

Region Regensburg: bessere Spätverbindungen

Besucher der Kulturstadt Regensburg können sich ab Fahrplanwechsel über verbesserte Rückfahrmöglichkeiten am späten Abend freuen. In Richtung Landshut verkehrt eine neue Regionalbahn ab Regensburg Hbf um 23.49 Uhr mit Halt an allen Zwischenstationen. Bisher verließ der letzte Zug die Donaustadt bereits um 22.44 Uhr. Zusätzlich verkehrt der vor einem Jahr von montags bis donnerstags eingeführte Spätzug von Regensburg (ab 23.10 Uhr) nach Schwandorf künftig täglich und wird sogar bis Amberg verlängert. Erstmals haben Fahrgäste dann auch in Schwandorf die Möglichkeit, den schnellen Übergang zur Vogtlandbahn in Richtung Nabburg - Weiden zu nutzen. Besucher aus der nördlichen Oberpfalz können so beispielsweise Theater- oder Konzertaufführungen genießen und anschließend bequem mit dem Zug nach Hause fahren.

Straubing - besserer Anschluss an den ICE

Eine neue Regionalbahn von Regensburg (an 15.22 Uhr / ab 15.32 Uhr) nach Straubing bietet einen neuen Anschluss vom ICE aus Dortmund. Ebenfalls bietet eine neue Regionalbahn von Straubing (ab 17.44 Uhr) in Regensburg Anschluss zu einem ICE Richtung Nürnberg (ab 18.33 Uhr).

Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH

Im Auftrag des Freistaats bestellt die BEG Nahverkehrsleistungen bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen. Darüber hinaus gehören Konzeption und Optimierung von Fahrplänen sowie die Überwachung der Qualität im bayerischen Schienennetz zu den wesentlichen Aufgaben der BEG. Die Aufträge für Verkehrsleistungen werden heute in der Regel in Wettbewerbsverfahren vergeben. Dadurch konnte die BEG in den letzten Jahren nicht nur das Fahrplanangebot, sondern auch die Qualität im bayerischen SPNV wie z. B. Pünktlichkeit, Komfort und Fahrgastinformation ständig verbessern. Ziel dieser erfolgreichen Wettbewerbspolitik ist es, auch künftig das SPNV-Angebot und die Qualität in allen bayerischen Regionen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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