Dienstag, 02. September 2014


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Projekt Lagenwein angestrebt

(lifePR) (Mainz, ) Anlässlich der Ortsweinpreview im Vorfeld der Mainzer Weinbörse äußert sich der Präsident des Weinbauverbandes Rheinhessen, Ingo Steitz, über die aktuellen Diskussionen zur Aufwertung der kleineren Herkünfte, insbesondere der Einzellagen. Vor dem Hintergrund der geplanten Länderermächtigung im Weingesetz werde dieses Thema derzeit intensiv diskutiert, erläuterte der Weinbaupräsident.

"Die Qualitätsaussagen unserer Weine müssen neu überdacht und mit der Herkunftsaussage verknüpft werden. Für eine Profilierung der Einzellagen müssen wenige, nachvollziehbare Kriterien gefunden werden", so Steitz. Ein Konzept müsse einfach, eindeutig und für den Konsumenten nachvollziehbar sein. Es werde notwendig sein, dieses Projekt mit einem Marketing- und Kommunikationskonzept - Lagenwein - im Markt einzuführen, so der Weinbaupräsident.

Der rheinhessische Weinbauverband erwartet im Zusammenhang mit einer ausreichenden Übergangszeit gute Chancen für die innovativen rheinhessischen Weinbaubetriebe. Neben den Einzellagen könnten auch ehemalige Einzellagen, die heute nur als Katasterbezeichnungen geführt werden, in dieses Konzept mit einbezogen werden. "Auch die übrigen rheinland-pfälzischen Weinbauverbände diskutieren dieses Konzept ebenso wie die Einbindung der heutigen Großlagenbezeichnungen in ein solches Modell", zeigt sich Steitz optimistisch.

Durchaus positiv sieht der Weinbauverband die aktuelle Diskussion über die Pflanzrechteregelung. Nachdem sich mittlerweile 16 Mitgliedsstaaten der EU für den Fortbestand der Pflanzrechte ausgesprochen hätten, wachse zunehmend der Druck auf die EU-Kommission, den geplanten Ausstieg noch einmal zu überdenken. Auch jüngste Äußerungen des EU-Agrarkommissars Dacian Cilos ließen erkennen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sei, stellte der Weinbaupräsident fest.

Der beharrliche Einsatz der Weinbauverbände für den Erhalt der Pflanzrechte werde unvermindert weitergehen, nicht zuletzt in der von Ciolos zur Erörterung dieser Themenstellung eingesetzten Expertengruppe ("High-Level-Group") aus nationalen Fachleuten und Vertretern des EU-Parlamentes. Weinbaupräsident Steitz bekräftigte in diesem Zusammenhang: "Wir wollen die Kommission zum Umdenken motivieren und gleichzeitig eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedsstaaten zum Erhalt der Pflanzrechteregelung erreichen".

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