Samstag, 10. Dezember 2016


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SYZ & CO: Risiken einer markanten Verlangsamung der Weltwirtschaft sind gestiegen

Konjunkturwende macht einfache, liquide und sichere Anlageklassen und Obligationen mit kurzen Laufzeiten attraktiv

(lifePR) (Genf, ) Die Analysten der Genfer Privatbank SYZ & CO gehen davon aus, dass durch die steigenden Risiken einer markanten Verlangsamung der Weltwirtschaft die Finanzkrise Spuren in der Realwirtschaft hinterlassen wird. Die Finanzkrise und die Austrocknung des Kreditmarktes haben die in den USA ohnehin schon komplexe Situation weiter kompliziert. Diese Welle hat sich mächtig bis nach Europa ausgebreitet, während es nun nach Ansicht der Analysten klar scheint, dass die Schwellenländer sich einer markanten Verlangsamung der Wirtschaft in den Industrieländern nicht gänzlich entziehen können. Aufgrund der aktuellen Entwicklung, wie unter anderem den gestiegenen Risiken für die Weltkonjunktur und längerfristig fehlender Visibilität reduzieren die SYZ & CO Analysten insgesamt das Engagement in Aktien, alternative Anlagen und Geldmarktanlagen auf Dollarbasis zugunsten sicherer Anlageklassen wie Regierungsanleihen in Euro mit kurzfristiger Laufzeit.

Die im September veröffentlichten Konjunkturnachrichten in den Vereinigten Staaten waren schlecht. Obwohl sie angesichts der Panik an den Finanzmärkten in den Hintergrund gedrängt wurden, zeigen diese statistischen Daten schonungslos die Schwierigkeiten denen sich heute die erste Wirtschaftsmacht der Welt ausgesetzt sieht. Auch in Europa sind die Indikatoren für Konjunkturerwartungen eingebrochen und kündigen für die europäische Wirtschaft eine stärkere Verlangsamung an als erwartet. Seit Juni stürzt der IFO-Geschäftsklimaindex in Deutschland förmlich ab: Dieser Indikator hat nun seinen tiefsten Stand seit drei Jahren erreicht. Der Trend der Umfragen zum Unternehmervertrauen in Frankreich und Italien ist noch viel beunruhigender. In Spanien und Irland kam es zu einer unsanften Landung. Das Land hinter den Pyrenäen wurde von einer starken Immobilienkrise, steigenden Arbeitslosenzahlen und einem Einbruch des Einzelhandelsumsatzes getroffen. Und was vor kurzem noch als "keltischer Tiger" galt, steckt nun technisch in einer Rezession (BIP-Wachstum der ersten beiden Quartale des Jahres war negativ) und steht vor einer heftigen Krise des Bankensektors.

Die Nachrichten von außerhalb des Euroraums sind nicht viel besser. In Großbritannien verschlechtert sich die Wirtschaftslage weiterhin. Das Umfeld wird auch in der Schweiz immer schlechter. Das KOF-Konjunkturbarometer sinkt immer weiter und weist eindeutig auf eine Entschleunigung der Wirtschaftstätigkeit hin. Allerdings rechnen die Analysten von SYZ & CO nicht mit einer markanten Verlangsamung der Schweizer Konjunktur.

Aktien Befürchtungen in Verbindung mit der Finanzkrise werden wahrscheinlich den Ungewissheiten über den Konjunkturzyklus Platz machen. Sowohl die Aussichten für die Beschäftigung als auch für den Konsum scheinen den Analysten wenig gefestigt. Dieser Kontext veranlasst sie in den Portfolios Anlagen mit weiterhin "absehbarem" Wachstum zu bevorzugen. Dabei werde in defensive Valoren wie die Sektoren Pharma, Telekommunikation oder Versorger investiert. Umgekehrt halten die SYZ & CO Analysten sich von zyklischen Titeln und zyklischen Konsumgütern fern, denn sie erwarten, dass die negativen Meldungen aus der Wirtschaft in den kommenden Monaten zunehmen werden.

Obligationen Von den Turbulenzen an den Weltmärkten haben einzig erstklassige Staatsanleihen mit hoher Liquidität (USA, Deutschland, Frankreich in geringerem Maß, und die Schweiz) profitiert. Alle Marktteilnehmer stürzten sich auf die sichersten und liquidesten Anlagen und wandten sich allen anderen Instrumenten ab, insbesondere auch Termineinlagen bei den Banken, die ein Gegenparteirisiko mit sich bringen. Demzufolge litten nach Beobachtung der SYZ & CO Analysten die Unternehmensanleihen und vor allem Emissionen von Finanzgesellschaften stark unter den jüngsten Ereignissen.

Portfoliozusammensetzung Angesichts der oben beschriebenen Entwicklungen wurde die Portfoliozusammensetzung in den vergangenen vier Wochen über zwei Etappen wie folgt geändert:

- Senkung des Anteils der alternativen Anlagen um 4%, um auf Euro lautende Obligationen (Laufzeiten 4 - 6 Jahre) um den gleichen Anteil zu erhöhen.
- Rücknahme der Dollar-Exposure von 16% auf 12%
- Verringerung des Aktienanteils um 5% (-2% Europa, -1% USA, -1% Japan und -1% Schwellenländer).
- Weitere Reduktion der alternativen Anlagen (-3%).
- Senkung liquider Mittel (von 6% auf 3%) und strukturierter Produkte (von 4% auf 2%).
- Erhöhung der Obligationen mit kurzen Laufzeiten um 13%.

Diese Änderungen wurden im Verhältnis auch bei den anderen Risikoprofilen vorgenommen. Die Zurücknahme der alternativen Anlagen (-7% für den Monat) erklären die Analysten mit der enttäuschenden Performance dieser Anlageklasse, die ganz besonders stark unter der Verringerung des Hebels, einer kurzfristig kräftigen Volatilität und jähen Trendwenden an den Märkten leidet. Die Gegenparteirisiken haben SYZ & CO veranlasst liquide Mittel und strukturierte Produkte zu verringern.

Banque SYZ SA

Die Schweizer Bankengruppe SYZ & CO wurde 1996 von Eric Syz, Alfredo Piacentini und Paolo Luban gegründet. Dank ihres einzigartigen Konzepts und kontinuierlich guten Ergebnissen hat sich die Gruppe im Finanzsektor eine ausgezeichnete Reputation geschaffen. SYZ & CO konzentriert sich ausschließlich auf die Vermögensverwaltung und betreut mit 300 Mitarbeitenden mehr als CHF 29,7 Mrd. (EUR 18,6 Mrd.) Kundenvermögen.

Nebst dem Sitz ihrer Bank in Genf ist die Gruppe mit Büros in Zürich, Lugano, Locarno sowie London, Luxemburg, Salzburg, Mailand, Rom, Nassau und Hongkong tätig.

Ihr Dienstleistungsangebot besteht aus drei sich ergänzenden Geschäftsbereichen:

- Das Private Banking auf höchstem Niveau durch die Banque SYZ & CO SA www.syzbank.ch

- Eine Palette performancestarker Anlagefonds durch die luxemburgische SICAV OYSTER www.oysterfunds.com

- Die alternative Vermögensverwaltung durch 3A SA (Alternative Asset Advisors), ein anerkannter Spezialist für alternative Anlagen in Europa www.3-a.ch

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