Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Erleichterungsrally

Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Eigentlich bestand ja Hoffnung, dass zumindest in diesem Beitrag Stellung zur Lösung der griechischen Euro-Tragödie genommen werden kann. Aber wie immer in den letzten Wochen wurde der schlussendlich letztmögliche Termin einer Einigung doch weiter in die Zukunft verschoben. Die Verschiebung der Verschiebung der Verschiebung hat aber offensichtlich vielen Bürgern Griechenlands gezeigt, dass es wirklich eine Minute vor zwölf ist und in der Tat der Ausschluss aus dem Euro-System droht. Aber wie so oft sind die Gegner einer Sache sehr viel lauter und aktiver als die Befürworter. Die Pro-Euro-Demonstrationen kommen sehr spät, aber vielleicht nicht zu spät. Denn der Wille, Griechenland im Euro-Verbund zu halten, ist so stark, dass die vielen Provokationen verhallt und die Versuche der linksextremen Regierung, die Euro-Gruppe auseinanderzudividieren, fehlgeschlagen sind.

Einen Tag vor den "eigentlich" entscheidenden Finanzminister- und Regierungschef-Gipfeln wurden von griechischer Seite endlich etwas weitergehende Reformvorschläge angekündigt, die dann am Morgen des Gipfeltages in Brüssel eintrudelten. Begleitet von positiven Äußerungen der Verhandlungsführer setzten die Aktienmärkte zu einer stürmischen Erleichterungsrally an. Indexanstiege von vier Prozent deuten allerdings an, dass es sich auch um sogenannte "Short-Eindeckungen", das heißt den Rückkauf von Leerverkäufen, handeln könnte, die noch keine endgültige Trendumkehr andeuten. Währenddessen hebt die griechische Bevölkerung Tag um Tag rund eine Milliarde Euro von ihren Bankkonten ab. Die EZB gleicht dies mit Notfall-Krediten aus, so dass auch hier die Verbindlichkeiten Griechenlands und somit das Risiko Europas täglich weiter steigen. Ob die Märkte zu früh gejubelt haben, wird sich Donnerstag früh zeigen. Eine Art Einigung - von manchen "fauler Kompromiss" genannt - wird es sicherlich geben. Wenn diese aber nur eine Vertagung des Problems auf den Herbst beinhaltet, könnte das durchaus Enttäuschungspotential in sich bergen.

Da ist doch der Besuch der Queen eine wunderbare Abwechslung, eine Vertreterin einer Zeit, in der in vielen Augen gefühlt noch alles besser war. Einzig die vage Erinnerung, dass in Großbritannien demnächst ein Referendum über den Austritt aus der EU ansteht ("Brexit"), trübt dieses heimelige Verklärungsgefühl. Die "Brexit"-Diskussion dürfte sich wohl nahtlos an die uns trotz (faulem) Kompromiss erhalten bleibenden "Grexit"-Sorgen anschließen.

Bankhaus Ellwanger & Geiger KG

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