Freitag, 20. Januar 2017


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Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Negativmeldungen haben die internationalen Aktienmärkte wieder fest im Griff. Dazu gehören auch die Katastrophenauguren, die sich mit der Meldung "Das Schlimmste kommt noch" an die Öffentlichkeit wenden, um im Gleichschritt mit den schlechten Konjunkturdaten in den USA noch eine Art Sahnehäubchen oben draufzusetzen. Kommen nun die schon fast heiß erwarteten großen Bankpleiten in den USA oder nicht? Sicher ist, dass auf beiden Seiten des Atlantiks ein hoher Inflationsdruck bestehen bleibt und der Konjunkturausblick weiter düster erscheint. Die Aktienindizes haben diese Faktoren erst einmal aufgegriffen und sind von ihrem positiven Verlauf wieder in einen Abwärtstrend zurückgelaufen. Somit liegt der DAX wieder nahe an seiner Unterstützungslinie von 6.250 Punkten, wobei davon auszugehen ist, dass er diese erst einmal halten kann. Eine Gegenbewegung muss allerdings über 6.400 Punkte hinausgehen, um eine positive Tendenz zu signalisieren. Der Euro-Stoxx 50 brach aus seinem aufwärtsgerichteten Dreieck wieder nach unten aus, in Richtung der Unterstützungslinie von 2.800 Punkten. Hier müsste der Index oberhalb der 2.950-Punkte-Marke liegen, um einen freundlichen Verlauf nehmen zu können. Ein ähnliches Bild zeigt der Dow-Jones-Index, er liegt auf der Unterstützungslinie von 11.350 Punkten. Hier besteht noch Rückschlagsgefahr bis 11.200 Punkte, und erst ab 11.700 Punkten wäre ein positiver Verlauf möglich.

Für den Anleger bietet sich immer wieder ein Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite durchaus positive Unternehmensdaten, zurückfallender Ölpreis und die Aussage "Von einer Rezession kann nicht ausgegangen werden". Auf der anderen Seite die sich immer wieder gerne ins Rampenlicht vorschiebenden selbsternannten Auguren, insbesondere in den USA, die sich nicht scheuen, auch das Wort "Weltwirtschaftskrise" in den Mund zu nehmen. Es ist sicherlich richtig, dass die volkswirtschaftlichen Daten weltweit nicht als positiv zu werten sind. Aber allein die Tatsache, dass die Experten sich selten so uneinig waren wie in ihren Aussagen der letzten Monate, kann beim Investor einen hohen Grad der Verunsicherung erzeugen. Die niedrigen Umsätze zeigen auch deutlich, dass die meisten Anleger abwarten. Wir bleiben weiterhin bei unserer Aussage, dass stärkere Kursrückgänge als Kaufsituationen genutzt werden können, ohne das selektive Vorgehen außer Acht zu lassen. Kaufenswert sehen wir die Nestlé, die Royal Dutch, die Bayer und im spekulativen Bereich den Hamburger Hafen.

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