Freitag, 09. Dezember 2016


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Die Marktmeinung aus Stuttgart

von Arnim E. Kogge

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Aktienmärkte standen in den letzten Tagen wieder einmal im Fokus der Länderrisiken. Aufgrund der guten Daten in der letzten Woche setzten die Anleger nach den Feiertagen auch vorerst auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft, unterstützt auch von den positiven Daten aus dem US-Arbeitsmarktbericht. Doch dann kam wieder Unsicherheit von Seiten des Bondmarktes, hier gerieten die griechischen Staatsanleihen kräftig unter Druck.

Anhaltende Sorgen um die Refinanzierungssituation belasteten den Euro und somit auch die weitere Aufwärtsbewegung an den europäischen Aktienmärkten. Auch dieses Mal dürfte es sich nur um eine kurze Verschnaufpause handeln, insgesamt stehen die Zeichen zwar auf Konsolidierung, aber noch wollen viele Investoren auf den fahrenden Zug aufspringen. Der DAX hat wieder sein Niveau vor der Krise im Oktober 2008 erreicht und könnte bis 6.500 Punkte ansteigen, eine Unterstützungslinie liegt bei 6.150 Punkten. Der Euro Stoxx 50 ist ebenfalls wieder auf dem Niveau von Oktober 2008, Anstiegspotential wäre bis 2.800 Punkten gegeben, eine Unterstützungslinie liegt bei 2.550 Punkten. Der Dow-Jones-Index ist im aufwärtsgerichteten Dreieck und hätte somit Potential, auch die 11.000-Punkte-Marke zu überschreiten und damit die nächsten 1.000 Punkte ins Visier zu nehmen, wobei der extreme Anstieg seit März 2009 von bereits über 4.500 Punkten zur Vorsicht mahnt.

Die wirtschaftliche Erholung der einzelnen Länder lässt sich an den Währungen ablesen. Der Euro verliert an Kraft, der Dollar steigt weiter und insbesondere die Länder, die rohstofflastig sind, wie Kanada, China und Brasilien, können sich an einem überproportionalen Wirtschaftsaufschwung erfreuen. Bei den anderen Ländern zeigen die kontroversen Diskussionen der einzelnen Ökonomen, dass es kein Patentrezept gibt, um aus der Schuldenkrise herauszukommen. Zum einen werden Aussagen getroffen wie: Es müssten noch mehr Schulden gemacht werden, um zusätzliche Konjunkturprogramme dem Markt zur Verfügung stellen zu können. Zum anderen: Es dürften überhaupt keine weiteren Mittel mehr verwendet werden, sondern nur noch Schuldenreduzierung betrieben werden. Es ist wahrscheinlich, dass ein Mittelweg gewählt wird, und dieser hätte eher eine Deflation und keine Inflation zur Folge, analog zum japanischen Modell, das kein Wachstum zulässt. Aktienmarktinvestoren konnten auch in diesem Umfeld Erträge erwirtschaften, wie der Nikkei-Index deutlich zeigt. Da die einzelnen Notenbanken inzwischen von einem längeren Zeitraum ausgehen und sich die niedrigen Zinsen fortsetzen, bleibt das Aktienumfeld unter diesem Aspekt unverändert freundlich. Dies würde bedeuten, dass ein weiterer Anstieg möglich ist, allerdings nicht mehr in diesem Tempo, und Rückschläge sollten auch einkalkuliert werden.

Somit bleiben wir defensiv orientiert und würden mit weiter starkem Anstieg der Aktienindizes selektive Verkäufe vornehmen oder durch ein Reverse-Bonus-Zertifikat auf den DAX Absicherungsstrategien einsetzen. Positiv bleiben wir für die Branchen Versorger, Gesundheitswesen und Nahrungsmittel.

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