Sonntag, 04. Dezember 2016


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Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Nachdem es einige Tage ruhiger war um Dubai, kamen nun doch wieder neue Ängste auf, dass die Probleme größer seien als zuerst befürchtet. Hinzu kam eine Rating-Herabstufung von Griechenland und auch die neuen Zahlen der Industrieproduktion in Deutschland weisen einen heftigen Rückschlag aus. Die Länderschwierigkeiten machten sich sofort im Dollar bemerkbar, der kräftig anzog und somit auch den Goldpreis wieder nach unten drückte; ebenso, mit Blick auf den stärkeren Dollar, verbilligte sich das Öl. Die wieder aufkommenden Zweifel an der konjunkturellen Erholung belasteten den gesamten Grundstoffsektor. Die Banken mussten starke Einbußen hinnehmen aufgrund der Kreditengagements in Griechenland und Dubai. Einigen Investoren bereiten auch die Formulierung von US-Fed-Chef Bernanke Sorgen, der sich sehr unklar dahingehend ausdrückte, wie lange die Zinsen noch auf diesem sehr niedrigen Niveau verharren sollen. Technisch haben sich die Indizes aber trotz der Rückschläge nicht aus ihren Seitwärtstendenzen entfernt. Der DAX konnte nach wie vor die schwierige Marke von 5.850 Punkten nicht überschreiten, bleibt aber mit seiner Unterstützungslinie von 5.600 Punkten noch in seinem Seitwärtskanal. Auch der Euro Stoxx 50 liegt zwischen 2.550 und 2.400 Punkten, ebenso seitwärts gerichtet zwischen der Widerstandslinie von 10.500 Punkten und 10.000 Punkten liegt der Dow-Jones-Index.

Die letzten Tage haben wieder deutlich gemacht, dass die Investoren Zweifel an der Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Aufschwungs haben und zusätzlich wachsende Unsicherheiten auftreten, wodurch der Dollar als "Fluchtwährung" gefragt ist. Sobald diese Währung wieder im Blickpunkt steht, müssen Rohstoffe und Edelmetalle stärkere Kursverluste hinnehmen. Sollte sich dieser Ansatz in den nächsten Tagen verstärken, ist dies aber eher ein Anlass, um neue Käufe in diesen Branchen vorzunehmen, denn ein größeres Maß an Sorglosigkeit gegenüber der amerikanischen Wirtschaft ist nach wie vor nicht angebracht. Reaktionen auf wieder schlechtere Marktdaten in den USA dürften in jedem Fall auch wieder auf der Tagesordnung stehen. Somit sollte auch für die nächsten Wochen die hohe Volatilität an den Märkten Bestand haben. Solange die Länderrisiken im Fokus der Investoren stehen, dürfte der Markt erst einmal weiter zurückgehen. Erst wenn diese Risiken wieder zurückgedrängt und positive Konjunkturdaten kommuniziert werden, siegt die nach wie vor hohe Liquidität und es wird zu verstärkten Käufen kommen. Wir bleiben bei unserer Position, dass mittelfristig orientierte Anleger ihr Portefeuille nicht zusätzlich aufstocken sollten, während aber Tradingmöglichkeiten kurzfristig weiterhin gegeben sind. Positiv bleiben wir für die Branchen Gesundheitswesen/Medizintechnik und Pharma.

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