Donnerstag, 23. Mai 2013


  • Pressemitteilung BoxID 343645

Allheilmittel Zentralbank-Staatsanleihenkäufe

Die Marktmeinung aus Stuttgart von Michael Beck

(lifePR) (Stuttgart, ) Nun ist es wieder so weit: Obwohl die Konjunkturdaten immer deutlicher auf ein drohendes Ungemach hinweisen, reagieren Aktiennotierungen regelmäßig mit Kurssteigerungen auf schlechte Wirtschaftsdaten. Der Grund ist auf die Interpretation dieser Daten durch die Investoren zurückzuführen - denn negative Wirtschaftsdaten, wie der zum vierten Mal gesunkene Ifo-Geschäftsklimaindex, werden mit einer steigenden Wahrscheinlichkeit von Zentralbankmaßnahmen in Verbindung gebracht. Diese Einschätzung bezieht sich sowohl auf die erwartete Höhe als auch auf eine zeitnahe Durchführung dieser Maßnahmen, da dies in der Vergangenheit bereits des Öfteren der Fall war. Die Frage ist nur, wie lange der Krug dieses Mal zum Brunnen geht, bevor er bricht, denn eines scheint klar: Auch Zentralbanken können ihre Bilanz nicht ins Unendliche ausdehnen, selbst wenn das viele Investoren zu denken scheinen. Jedoch dürften die Grenzen der bilanziellen Zentralbankausweitung an jenem Punkt liegen, an dem das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Zahlungsfähigkeit eines Staates ins Wanken gerät. Wo dieser Punkt liegt, kann jedoch niemand sagen. Nach der US-Präsidentschaftswahl im November wird man sich auf jeden Fall in den USA auf die Suche danach machen, denn ob die verkrusteten politischen Lager in der Lage sein werden, schnell und effizient über die Erhöhung der Schuldenlinie in den USA, geschweige denn über Maßnahmen zur Reduzierung der Staatsschuldenlast (nahezu 16 Billionen USD) zu entscheiden, darf bezweifelt werden.


Die Umsätze an den Börsen sind erschreckend gering, dies mag an der Ferienzeit hierzulande liegen, ist aber auch schon ein länger zu beobachtendes Phänomen. Der DAX pendelt um die 7.000er-Marke und kann nur entscheidend Terrain gewinnen, wenn 7.200 Punkte überschritten werden können. Dazu müssen allerdings die Hoffnungen in die Zentralbanken beim Fed-Treffen in Jackson Hole und im September durch die EZB voll und ganz erfüllt werden. Ansonsten ist nur zu hoffen, dass die neu eroberte Unterstützungsmarke von 6.850 Punkten einer Enttäuschungskorrektur standhalten kann.

Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung.

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