Freitag, 24. Mai 2013


  • Pressemitteilung BoxID 335537

Heimat kann man nicht kaufen: "Stefan Strumbel. Holy Heimat"

Neue Sonderausstellung im Museum beim Markt, 28.7. - 25.11.2012

(lifePR) (Karlsruhe, ) Für die Große Landesausstellung hat Stefan Strumbel bereits die monumentale Installation am Schlossportal entworfen: eine 18 Meter hohe Kuckucksuhr, die den Karlsruhern die Zunge rausstreckt! Jetzt zeigt das Badische Landesmuseum die Werke des 33-jährigen Künstlers in einer Doppelausstellung im Museum beim Markt und in Schloss Neuenbürg.


Was hat das bitteschön mit Heimat zu tun? Eine Madonna ... mit einem Yankee- Basecap auf dem Kopf und McDonalds-Tüte in der Hand. Im Arm hält sie liebevoll ein dunkelhäutiges Kind ... Auf den ersten Blick scheinen so manch heilige Gefühle verletzt. Wie heilig ist uns die Heimat? Und überhaupt: "What the fuck is heimat?", fragt Stefan Strumbel, wenn er diesen Satz in schrillen Neonfarben auf eine Wand- Installation sprayt. Für den gebürtigen Offenburger ist Heimat "die stärkste Droge der Welt". Dieses Thema zieht sich durch das gesamte künstlerische Werk des einstigen Street Art-Künstlers, der heute als Shootingstar der nationalen und internationalen Kunstszene gefeiert wird.

"Stefan Strumbel. Holy Heimat" lautet deshalb der Titel seiner neuen Sonderausstellung im Museum beim Markt. Zitiert Stefan Strumbel die traditionellen Markenzeichen seiner Heimat, wird das Bild vom leisen Idyll schnell zum lauten, ironisierenden Statement: Guerilla-Trachtenmädels mit Maschinengewehren und schrille Kuckucksuhren mit Handgranaten und Gebeinen als Schnitzwerk gehören zu seiner Signatur. In der Sonderausstellung im Museum beim Markt geht er noch einen Schritt weiter:

Im großen Stil "strumbelisiert" er den ganzen Innenraum zu einem Heimat-Gesamtkunstwerk in Grau-Gestreift, Schweinchen-Rosa und Türkis.

Erstmals inszeniert Stefan Strumbel hiermit einen Sakralraum, der an seine Ausgestaltung der Dorfkirche in Kehl-Goldscheuer 2011 erinnert. Die spitzbogigen, gotisch wirkenden Durchgänge vermitteln die Atmosphäre eines Kirchenschiffs - einem Ort, den Viele mit Gefühlen der Geborgenheit verbinden. Nichts fehlt hier: Altar, Beichtstuhl, Kirchenbänke und ein Kreuz. Doch Strumbel wäre nicht Strumbel, würde er die Tradition nicht brechen: So hängt über dem Altar ein nach vorne gefallenes Kreuz, auf dem Jesus Christus wie ein Acapulco-Springer bereit ist, in die Heimat abzutauchen. Im Beichtstuhl wartet das Bildnis einer nackten, tätowierten "Heimathure", und das Kreuz aus pinkfarbener Neonröhre schreit geradezu: Achtung Reklame!

Viele dieser skurrilen Kunstwerke Strumbels erinnern bewusst an Kommerz und richten sich an eine Generation, die sich fast alles kaufen kann: "...mit dem Gefühl von Heimat ist es so eine Sache. Heimat bedeutet für jeden etwas anderes, aber fast immer ist sie unweigerlich mit dem Gefühl der Geborgenheit, wenn nicht sogar der Mutterliebe verbunden. Was sie so wertvoll macht: Heimat kann man nicht kaufen!", so der Künstler.

Holy Heimat, wo auch immer du steckst - vorerst finden sie die Besucher im Museum beim Markt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Ideenwettbewerb Zukunft Metropole Ruhr: Planungsteams starten ihre Arbeit

, Kunst & Kultur, Regionalverband Ruhr

Auf dem Welterbe Zollverein fiel jetzt der Startschuss für die kreative Arbeit im "Ideenwettbewerb Zukunft Metropole Ruhr". Fünf internationale Planungsteams holten...

Gesunde Region Hannover - Gestalten Sie mit!

, Kunst & Kultur, Region Hannover

Regelmäßige Bewegung, bewusste Ernährung, ausreichend Entspannung - es gibt viele Möglichkeiten, sein Leben gesund zu gestalten. Doch nicht alle nutzen die Vielfalt...

Szenische Lesung: Schauspieler des Staatstheaters Hannover erwecken Herzogin Elisabeth zu neuem Leben

, Kunst & Kultur, Region Hannover

Mit 15 Jahren verheiratet, vierfache Mutter, mit 40 Jahren Witwe, alleinerziehend und Herrscherin über Braunschweig-Lüneburg: Herzogin Elisabeth trieb die Reformation...

Disclaimer