Montag, 23. Januar 2017


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Attac mobilisiert für breite Bewegung gegen Finanzmarktkapitalismus

Zum Auftakt Protestkundgebung am 30. Oktober in Berlin

(lifePR) (Düsseldorf, ) Attac wird in den kommenden Monaten gemeinsam mit allen Bündnispartnern für eine breite gesellschaftliche Bewegung gegen den vorherrschenden Finanzmarktkapitalismus mobilisieren. Dies ist das zentrale Ergebnis des Attac-Ratschlages, der Bundesvollversammlung des globalisierungskritischen Netzwerkes, zu der sich am Wochenende rund 300 Attac-Aktive aus ganz Deutschland in Düsseldorf getroffen haben.

"Die Krise ist längst keine reine Finanzkrise mehr. Wir stehen mittlerweile vor einer schweren Weltwirtschaftskrise und mitten in einer tiefen sozialen und gesellschaftlichen Krise", sagte Stephan Schilling vom bundesweiten Attac- Koordinierungskreis. "Jetzt ist die Zeit für eine grundlegende Wende gekommen. Die Banken müssen entmachtet und zentrale Bereiche der sozialen Sicherung und Daseinsvorsorge dem Einfluss der Finanzmärkte entzogen werden."

Unter dem Motto "Die Verursacher sollen selbst zahlen!" ruft Attac zum Auftakt der Mobilisierung für den 30. Oktober zu einer Protestkundgebung vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin auf. "Die Menschen sind nicht mehr bereit, den Irrsinn eines Systems zu ertragen, in dem steigender gesellschaftlicher Reichtum Krisen auslöst, deren Kosten die Verlierer des Systems tragen müssen - in den USA, hier zu Lande und weltweit. Der Unmut ist groß und muss auf die Straße getragen werden. Jetzt ist die Chance da, den Finanzmarktkapitalismus zu Grabe zu tragen", sagte Pedram Shahyar, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis.

Als erste Schritte hin zu einem echten Systemwechsel fordern die Globalisierungskritikerinnen und Globalisierungskritiker in ihrer beim Ratschlag verabschiedeten Erklärung "Das Finanz-Casino schließen!"
eine einmalige Sonderabgabe auf große Vermögen, um die Kosten der Krise zu finanzieren, einen Finanzmarkt-TÜV, ohne dessen Genehmigung neue Finanzinstrumente nicht gehandelt werden dürfen, und die Schließung der Steueroasen. Den Banken müssten demokratische Kontrollmechanismen aufgezwungen und das öffentliche und genossenschaftliche Bankensystem gestärkt werden.

Damit die Finanzmärkte nicht immer weiteren Schaden anrichten können, seien Privatisierungen zu stoppen und rückgängig zu machen. Die Bahnprivatisierung gehöre endlich vom Tisch. Die Riester-Rente müsse durch eine solidarische Bürgerversicherung ersetzt werden.

Attac fordert zudem massive Investitionen in die soziale Infrastruktur und ein ökologisches Umbauprogramm, um die verheerenden konjunkturellen Folgen der Krise für die Menschen sozial abzufedern.

Bei ihrem Treffen wählten die Attac-Aktiven zudem die Mitglieder der bundesweiten Gremien und verabschiedeten den Haushalt 2009.

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