Montag, 16. Januar 2017


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Erste Beratungsstelle von ArbeiterKind.de an der Universität Gießen

JLU stellt der Initiative ein Büro im Erwin-Stein-Gebäude zur Verfügung -Beratung für Nicht-Akademikerkinder in Schule und Studium

(lifePR) (Giessen, ) Als bundesweit erste Hochschule stellt die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) der gemeinnützigen Initiative ArbeiterKind.de einen Raum zur Verfügung, um eine Beratungsstelle für Studieninteressierte und Studierende aus hochschulfernen Elternhäusern einzurichten. Das neue ArbeiterKind.de-Büro befindet sich im Erwin-Stein-Gebäude (Goethestraße 58), in das kürzlich auch die zentrale Studienberatung eingezogen ist. "Ich freue mich sehr, dass die JLU uns dabei unterstützt, eine öffentliche Anlaufstelle zu schaffen, in der wir Schüler und Studierende, die als erste in ihrer Familie einen Studienabschluss anstreben, bei allen Problemen und Fragen rund ums Studium beraten und unterstützen können. Das ist ein weiterer großer Meilenstein für ArbeiterKind.de", sagt Katja Urbatsch, Gründerin der Initiative und Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der JLU.

Gemeinsam mit ehrenamtlichen Gießener Mentoren, darunter viele Studierende und Mitarbeiter der JLU, wird Katja Urbatsch in der neuen Beratungsstelle ab Montag, 15. März 2010, Sprechstunden für Schüler und Studierende anbieten, um beispielsweise zum Studium zu ermutigen, über Möglichkeiten der Studienfinanzierung zu informieren sowie bei Stipendienbewerbungen oder auch der praktischen Bewältigung des Studiums Hilfestellung zu geben. Bei Bedarf werden die Ratsuchenden auch an andere Beratungsstellen der JLU vermittelt. Daher freut sich Katja Urbatsch besonders über die unmittelbare Nachbarschaft zur Zentralen Studienberatung.

Die seit Mai 2008 bestehende Initiative ArbeiterKind.de ermutigt Schülerinnen und Schüler nicht-akademischer Herkunft zum Studium und unterstützt sie auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss. Auf dem gleichnamigen Internetportal können sich die Schüler über die Vorteile eines Studiums und die hervorragenden Berufsperspektiven für Akademiker informieren. Außerdem werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich ein Studium finanzieren lässt. Um die Schüler auch nach ihrer Entscheidung für ein Studium zu unterstützen, erhalten Studierende Informationen darüber, wie man wissenschaftlich arbeitet, im Ausland studieren kann, sich um Praktika bewirbt und schließlich erfolgreich das Examen meistert.

Über das Internetportal hinaus baut ArbeiterKind.de ein bundesweites Netzwerk von Mentoren auf, die Schülern und Studierenden als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite stehen. Innerhalb von eineinhalb Jahren gewann die Initiative bereits über 1.300 ehrenamtliche Mentoren, die sich in circa 70 lokalen ArbeiterKind.de-Gruppen engagieren. Um Schüler zum Studium zu motivieren, führt Katja Urbatsch mit ihrer Gießener Mentorengruppe seit Herbst 2008 als Modellprojekt Informationsveranstaltungen an Schulen mit gymnasialer Oberstufe durch.

Nach dem Vorbild des Gießener Modellprojekts besuchen insbesondere studierende und promovierende Mentoren inzwischen bundesweit Oberstufen an Gymnasien und Gesamtschulen, Fachober- und Abend- sowie Berufsschulen, um interessierte Jugendliche und junge Erwachsene für ein Studium zu begeistern, zu motivieren und mit Informationen zu unterstützen. Zudem wird das Engagement auf Haupt- und Realschulen ausgeweitet, um auch Schülern der 9. und 10. Klassen Perspektiven für den weiteren Bildungsweg aufzuzeigen.

ArbeiterKind.de wurde bereits mit dem "Deutschen Engagementpreis 2009", mit den Engagementpreisen der Hans-Böckler-Stiftung und des Vereins der ehemaligen Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung, als "Ausgewählter Ort 2009" im Rahmen des Wettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler sowie im Wettbewerb "startsocial2008" unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel als eines der besten 25 Projekte ausgezeichnet. Zudem ist die Gründerin Katja Urbatsch als "Ashoka Fellow 2009" in ein weltweites Netzwerk von Social Entrepreneurs aufgenommen worden.

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