Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Regionale Unterschiede des Arbeitsvolumens und der Erwerbstätigkeit in Vollbeschäftigten-Einheiten im Land Brandenburg im Jahr 2006

(lifePR) (Potsdam, ) Im Jahr 2006 war ein Anstieg Erwerbstätigkeit im Land Brandenburg um 0,4 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 3 700 auf 1 012 900 Personen. Von der positiven Entwicklung profitierten die Landkreise in Summa, während die Beschäftigtenentwicklung in den kreisfreien Städten zusammen stagnierte.

Im gleichen Maße wie die Zahl erwerbstätiger Personen im Land Brandenburg zunahm, vergrößerte sich auch der Umfang der insgesamt geleisteten Arbeitszeit, das Arbeitsvolumen. Deshalb blieb im Resultat die durchschnittlich auf einem Arbeitsplatz im Land Brandenburg geleistete Jahresarbeitszeit von rund 1 516 Stunden unverändert. Im Jahr zuvor hatte sich die Pro-Kopf-Arbeitszeit geringfügig erhöht (+0,2 Prozent). Auch im Jahr 2006 lag der Landeswert höher als der Durchschnittswert in den alten und neuen Bundesländern jeweils ohne Berlin. Der Abstand zum Durchschnittswert in den neuen Bundesländern war mit 15 Stunden deutlich geringer als mit 98 Stunden zu den alten Bundesländern.

Regional traten im Land Brandenburg zum Teil große Abweichungen aufgrund von Unterschieden im Niveau, der Struktur und Dynamik von Erwerbstätigkeit und Arbeitsvolumen auf. Letzteres wird unterhalb der Landesebene als "Standard- Arbeitsvolumen" bezeichnet, weil der Einfluss von regionalspezifischen Arbeitszeitfestlegungen nicht berücksichtigt werden kann. So ergaben die Rechnungen für die Landeshauptstadt Potsdam die höchste Zunahme der jahresdurchschnittlichen Arbeitszeit eines Erwerbstätigen (+9 Stunden bzw. +0,6 Prozent) und für den Kreis Märkisch-Oderland die größte Abnahme (-8 Stunden bzw. -0,5 Prozent).

Im Vergleich zu den 1 516 geleisteten Arbeitsstunden eines Erwerbstätigen im Landesdurchschnitt wurde in der Summe aller kreisfreien Städte des Landes weniger gearbeitet, bedingt insbesondere durch die hohe Dominanz der Dienstleistungsbereiche, in denen die Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung weit verbreitet ist. Dennoch wurde hier im Vorjahresvergleich geringfügig mehr gearbeitet (+3 Stunden bzw. 0,2 Prozent). In den einzelnen Städten entwickelte sich die verausgabte Arbeitszeit differenziert. Außer in Potsdam stieg sie auch noch in Brandenburg an der Havel (+4 Stunden bzw. +0,3 Prozent), wohingegen sie sich in Frankfurt (Oder) (-6 Stunden bzw. -0,4 Prozent) und Cottbus verringerte (-1 Stunde bzw. -0,1 Prozent). Von den Pro-Kopf-Werten in den 14 Landkreisen lag die Mehrzahl leicht darüber und fünf darunter. Am längsten wurde in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin (1 540 Stunden) und Teltow-Fläming (1539 Stunden), am wenigsten dagegen im Kreis Havelland (1 491 Stunden) gearbeitet. Der Durchschnitt in den Landkreisen lag 2006 wie bereits im Jahr zuvor bei 1 522 Stunden.

Während die Erwerbstätigkeit landesweit 2006 um 0,4 Pozent anstieg, erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl, ausgedrückt in Vollbeschäftigten-Einheiten, die Vollzeitäquivalente, 2006 kaum (+0,1 Prozent). Bei der Berechnung der erwerbstätigen Personen in Vollbeschäftigten-Einheiten werden die geleisteten unterschiedlichen individuellen Arbeitszeiten auf ein Normgewicht bezogen unabhängig von Abweichungen in den tariflichen Wochenarbeitszeiten der Arbeitnehmer bzw. der geleisteten Wochenarbeitszeit der Selbstständigen.

Die positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit hauptsächlich unter dem Einfluss der Ausweitung von Teilzeit- und marginalen Beschäftigungsverhältnissen bewirkte eine Verringerung des Gewichts der Erwerbstätigen in Vollbeschäftigten-Einheiten. So entfielen 2006 im Land Brandenburg auf 100 Erwerbstätige 86,1 Vollbeschäftigten- Einheiten (2005: 86,3). Im Durchschnitt aller Länder lag dieser Wert bei 83,4, in den alten Bundesländern bei 83,1 und in den neuen Bundesländern bei 85,6 jeweils ohne Berlin.

Das Gewicht der Erwerbstätigen in Vollbeschäftigten-Einheiten fällt in den Regionen Brandenburgs unterschiedlich aus. 2006 lagen alle kreisfreien Städte bis auf Potsdam unter dem Landesdurchschnitt. Von den 14 Landkreisen übertrafen ihn neun Kreise und fünf unterschritten ihn. An der Spitze der Kreise mit dem höchsten Gewicht der Erwerbstätigen in Vollbeschäftigten-Einheiten lag mit einem Anteil von 88,1 der Kreis Teltow-Fläming. Den untersten Platz in der Skala der Kreise nimmt mit 83,8 der Kreis Havelland ein.

Die hier vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vorgelegten Ergebnisse zu den geleisteten Arbeitsstunden und den Vollzeitäquivalenten ergänzen die Veröffentlichung der Zahlen der erwerbstätigen Personen in den Kreisen im Land Brandenburg im Jahr 2006 vom 8. Mai 2008. Nähere Informationen zu den Regionalergebnissen 2006 im Land Brandenburg enthält der Statistische Bericht "Erwerbstätigenrechnung - Standardarbeitsvolumen und Vollzeitäquivalente in den Kreisen", der im September 2008 erscheinen und kostenlos zum Download unter http://www.statistik-berlinbrandenburg.de/ angeboten wird .

Die Zahlen für alle kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland werden vom Arbeitskreis herausgegeben in den Gemeinschaftsveröffentlichungen "Standard- Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2006" (R2 B2) sowie "Erwerbstätige in Vollzeitäquivalenten in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2006" (R2 B3). Diese stehen ebenfalls kostenlos zur Verfügung im Internet unter http://www.statistik-hessen.de/Erwerbstätigenrechnung.

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