Freitag, 09. Dezember 2016


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Beschäftigungszuwachs in Berlin und Brandenburg 2009 vom ersten bis zum vierten Quartal immer geringer

(lifePR) (Potsdam, ) In der Region Berlin-Brandenburg waren im 4. Quartal 2009 insgesamt 2,8 Millionen Personen erwerbstätig. Damit ist die Beschäftigung im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres 2008 um 1,2 Prozent oder 32 600 Personen angestiegen, jedoch schwächer als in den Vorquartalen 2009.

Nach den neuesten Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" lag der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum in Berlin im Anfangsquartal dieses Jahres bei 2,0 Prozent, fiel zur Jahresmitte auf 1,8 Prozent, erreichte im 3. Quartal 1,5 Prozent und im 4. Quartal waren es nur noch 1,4 Prozent. In 2008 wurden im Jahresverlauf vergleichsweise noch Zuwachsraten über 2 Prozent gemessen. Im aktuell abgelaufenen 4. Quartal waren in Berlin insgesamt 1 687 400 Personen erwerbstätig, noch über 23 200 mehr als im Vorjahresquartal.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, hinterließ die Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt auch in Brandenburg deutliche Spuren. In Brandenburg erhöhte sich 2009 die Erwerbstätigenzahl um 0,9 Prozent im 1. Quartal, 0,8 Prozent im 2. Quartal, 0,7 Prozent im 3. Quartal und im 4. Quartal lag der Zuwachs bei 0,9 Prozent. Im Jahr zuvor war noch ein stabiler Beschäftigungsanstieg durchweg in allen Quartalen von über 1 Prozent erzielt worden. Über einen Arbeitsplatz in Brandenburg verfügten im abgelaufenen 4. Quartal 2009 insgesamt 1 072 500 Personen, 9 400 mehr als im Vorjahresquartal.

Während Berlin und Brandenburg in allen Quartalen des Jahres 2009 eine positive Beschäftigungsbilanz aufwiesen, war die Entwicklung im Durchschnitt aller Bundesländer im 3. und 4. Quartal negativ. Nach einem geringen Anstieg in Deutschland in der ersten Jahreshälfte (1. Quartal: +0,5 Prozent; 2. Quartal: +0,1 Prozent) sank die Erwerbstätigkeit im 3. Quartal um 0,2 Prozent und im 4. Quartal um 0,4 Prozent unter das Niveau des Vorjahresquartals.

Als einziges Bundesland erreichte Berlin in allen vier Quartalen einen über der 1 Prozent- Marge liegenden Beschäftigungszuwachs. Immer mehr Länder gerieten innerhalb des Jahres hingegen ins Minus. Die verstärkte Inanspruchnahme der Kurzarbeit verhinderte einen noch stärkeren Abbau von Arbeitsplätzen.

Im 4. Quartal waren in Deutschland zwar weniger Personen in Kurzarbeit als zu ihrer Spitzenzeit im Monat Mai (1,5 Millionen Personen) aber immer noch 984 000 Personen. Das sind 3,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

In Brandenburg war die Ausweitung der Kurzarbeit insgesamt stärker ausgeprägt als in Berlin. So arbeiteten im Jahr 2009 in Brandenburg durchschnittlich 20 400 Personen in Kurzarbeit, das waren 2,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In Berlin waren hingegen im Durchschnitt nur 14 100 Personen in Kurzarbeit, das waren 1,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Ihren Höhepunkt erreichte die Kurzarbeit in Brandenburg bereits im März 2009 mit 25 400 Personen, Ende Dezember waren hier noch 17 300 Personen in Kurzarbeit. In Berlin war der Höhepunkt im Juni mit 18 600 Personen erreicht und Ende Dezember standen noch 11 800 Personen in Kurzarbeit.

Die Beschäftigungssituation der Region Berlin-Brandenburg konnte sich bisher trotz der Wirtschaftskrise überdurchschnittlich gut in Deutschland behaupten, weil die Krise vor allem das Produzierende Gewerbe erfasste, die Region aber über eine stark dienstleistungsorientierte Wirtschaftsstruktur verfügt. So blieb auch die vermehrte Beschäftigung in Kurzarbeit hier von geringerer Bedeutung. Dagegen verzeichnete die Region weiterhin einen Anstieg der größten Beschäftigtengruppe, der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Während diese bundesweit im 4. Quartal um 0,5 Prozent sank, lag ihre Zahl in Berlin im 4. Quartal um 1,8 Prozent und in Brandenburg um 0,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal.

Der Abbau von Arbeitsplätzen im Produzierenden Gewerbe fiel im 4. Quartal 2009 in Berlin (-0,9 Prozent) und Brandenburg (-0,4 Prozent) deutlich gemäßigter als im Durchschnitt Deutschlands (-3,2 Prozent) aus. In den Dienstleistungsbereichen weitete Berlin die Beschäftigung um 1,7 Prozent und Brandenburg um 1,2 Prozent aus (Deutschland: +0,6 Prozent).

Die hier vorgelegten Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung basieren auf einer erstmaligen Berechnung des 4. Vierteljahres 2009 sowie einer Überarbeitung der Vorquartale 2009. Sie entsprechen dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 18. Februar 2010.

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