Sonntag, 11. Dezember 2016


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Vernissage von Inge Broska

Samstag, 27. März 2010, 16.30h: Ausstellungseröffnung amschatzhaus mit Performance / Ingeborg Broska feat. Anne Blass / Ausstellungsdauer: 27.3.-8.5.2010

(lifePR) (Neuss, ) Am 27. März 2010 freut sich der Projektraum amschatzhaus über die erste Ausstellung von Ingeborg Broska (geboren 1942 in Mönchengladbach) in den Galerieräumen in Neuss-Holzheim. Die Vernissage beginnt um 16.30 Uhr.

In der Ausstellung werden beeindruckende "Fundstücke" aus dem Hausmuseum Otzenrath und damit verbundene Skulpturen und Grafiken der Künstlerin präsentiert. Anne Blass begleitet die Ausstellung mit der Installation eines "Herzhäuschens" welches in allen Teilen aus Fragmenten der durch den Tagebau zerstörten Region um Alt-Otzenrath besteht. Am Tag der Vernissage findet eine Performance der beiden Künstlerinnen statt; diese mit dem Titel: "Liebesgedichte aus dem Herzhaus" (und küss' mich nicht im geh'n...), Gesang, Sprechgesang und Aktion von Anne Blass und Inge Broska, mit Texten von Berthold Brecht und in der Installation von Anne Blass.

Zur Künstlerin:

Ingeborg Broskas künstlerische Arbeit hat einen besonderen Schwerpunkt in den Bereichen Nahrung, Grabkultur, deren Kombination und meist damit in Verbindung stehenden Themen. "eat art", Sepulkrales und Kunstkrankheiten bezeichnet sie selbst als ihr "Lebensthema". "Kunstaktionen" sind ein weiterer Akzent in der Arbeit Ingeborg Broskas. Die oft von außen rein spontan wirkenden Performances, folgen einer stringenten Linie und haben ihre tiefen Wurzeln im alltäglichen Lebensbereich - sie werfen einen ironischen Blick auf die Menschen und das soziale Gefüge. Die Performance als ephemere Kunstform besitzt in ihrer Arbeit - insbesondere auch in Verbindung mit den von ihr erschaffenen Skulpturen und Installationen - einen großen Stellenwert. Gerade die Möglichkeit durch die Performances zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen, machen das künstlerische Werk von Ingeborg Broska so spannend.

Seit mehr als zehn Jahren ist Broskas Arbeit durch den Tagebau Garzweiler II entscheidend geprägt. Ihr Heimatdorf (Alt-!) Otzenrath wurde dem Tagebau geopfert; das Dorf ist vom Erdboden verschwunden und sie gründete mit Hans Jörg Tauchert das Hausmuseum Otzenrath mit integriertem Scherbenmuseum und einer Sprachsammlung der "Otzenrath-Sprache". Entstanden ist ein Museum der besonderen Art, in dem Ingeborg Broska viele der Schätze aufgenommen hat, die über das alltägliche Leben im Rheinland der vergangenen hundert Jahre, aber auch die Erfahrungen und Erlebnisse der jüngst erst umgesiedelten Familien Geschichten erzählen, die ansonsten unwiederbringlich verloren gegangen wären.

Im Rahmen der Dokumentation der Zerstörung eines Dorfes sind mehrere Filme Sebastian Willkes produziert worden, vier Jahre lang wurde der systematische Abriss fotografiert und durch Gespräche mit den betroffenen Bewohner sowie den dort arbeitenden Archäologen dokumentiert.

Sondertermin: Am Freitag, den 16. April 2010 findet im Rahmen der Ausstellung eine Lesung statt. Ann Cotten, Lyrik-Shooting-Star aus Berlin liest aus "Florida Rooms"
Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr. Eintritt: 5,- €

Aktuelle Informationen unter www.amschatzhaus.de

Ingeborg Broska - Biografie

Geboren 1942 in Mönchengladbach. Zahlreiche Ausstellunge, Initiativen, internationale Kooperationen, u.a. mit Projekten aus England, Finnland, Holland, Indien, Italien, Österreich, Polen, Spanien, Thailand, Tschechien, Ungarn und den USA. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind das Hausmuseum Otzenrath, Eat Art, Buffetforschung, Tier im Kochbuch, Sepulkrale Eat Art, Fernsehstilllegungen, Solidarisches Fernsehen, Kunstkrankheiten, Gegen Tagebau Garzweiler, Freie Grafik, Skulpturen, Installationen, Performances, Vorträge...

Sie erhielt für ihre Arbeit den Nina Gründler Preis (Graz), einen Performance-Preis der Stadt Bergheim, den Recyclingpreis NRW. Außerdem wurde sie gefördert durch Stipendien der Stadt Bonn, der Werkstadt (Graz, c/o Eva & Co) sowie das Stipendium des Landes Brandenburg, Atelierhof Werenzhain.

Gruppenausstellungen (Auswahl)

- 2009 - Sammlung Gerd und Béatrice Vorhoff - Galerie von der Milwe, Aachen
- 2007 - Der verborgene Sinn weggeworfener Materialien - Marta Herford, Herford Beauty Farm - Neue Kunst im Hagenbucher, Heilbronn
- 1999 - 15 Jahre Simultanhalle Köln - Simultanhalle, Cologne sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen während der Neunziger Jahre u.a. in der Ultimate Akademie (Köln), der Galerie 68 elf (Köln), der KAOS Galerie (Köln), der Galerie arting (Köln), dem Frauenmuseum (Bonn), der Alten Weberei (Rödingen)

Initiativen und Gründungen

- seit 2007 - Gründung des Scherbenmuseums als Teil des Hausmuseums (Hochneukirch)
- seit 2000 - Mitarbeit in der Gedokgruppe A46 (Neuss)
- seit 1992 - Gründung Hausmuseum Otzenrath einschl. Sprachsammlung der Region und Einführung des Otzenrath-Stipendiums mit Hans Jörg Tauchert (Otzenrath)
- seit 1987 - Mitarbeit in der Ultimate Akademie (Köln)
- seit 1982 - Mitarbeit im Frauenmuseum (Bonn)
- seit 1980 - Mitglied im BBK (Köln)

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