Samstag, 03. Dezember 2016


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Arbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt, Dezemberwerte dennoch unter Vorjahresniveau

1.178 Arbeitslose mehr als im November /Niedrigster Dezemberwert seit 17 Jahren / Arbeitskräftenachfrage steigt wieder leicht /weniger Entlassungen am Bau durch saisonale Kurzarbeit

(lifePR) (Chemnitz, ) Konstantine Duscha zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt - "Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember überwiegend saisonal bedingt angestiegen. Wir registrieren mit insgesamt 28.864 Arbeitslosen dennoch den niedrigsten Dezemberwert seit 17 Jahren. Ich rechne in den nächsten Monaten nicht mit einer großen Entlassungswelle, ganz ohne Kündigungen wird es aber nicht gehen. Die schwächere Arbeitskräftenachfrage und die Krisenwirkungen stehen sicher in direktem Zusammenhang. Sie trifft aber nicht auf alle Bereiche zu. Im Dienstleistungssektor sowie im Bereich Gesundheit und Erziehung hat die Nachfrage zugenommen. Arbeitgeber im verarbeitenden Gewerbe halten sich hingegen mit Einstellungen derzeit noch zurück. Zeitarbeit und befristete Jobangebote gewinnen in dieser Phase an Gewicht", schätzt Agenturchefin Konstantine Duscha die Entwicklung ein.

Überblick Arbeitsmarkt

Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen leicht angestiegen. Im Agenturbezirk Chemnitz waren 28.864 Personen gemeldet, 1.178 mehr (4,3 Prozent) als im November. Die Arbeitslosigkeit liegt jedoch leicht unter dem Vorjahresniveau (minus 33 oder minus 0,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 11,0 Prozent (Vormonat: 10,5 Prozent, Vorjahr: 10,9 Prozent). Im Dezember meldeten sich 6.396 Personen neu oder erneut arbeitslos, 14,0 Prozent mehr als im November. 5.227 konnten sich aus Arbeitslosigkeit abmelden, 11,1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 425 Personen mehr als vor Jahresfrist (8,9 Prozent).

Im Verlauf des Jahres 2009 meldeten sich 73.772 Frauen und Männer neu bzw. erneut arbeitslos, 4.875 (7,1 Prozent) mehr als im Jahr 2008. 62.763 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit seit Jahresbeginn beenden, 860 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (minus 1,4 Prozent). Weniger als die Hälfte (27.452 Personen) nahm eine Erwerbstätigkeit auf.

Jugendarbeitslosigkeit

Im Agenturbezirk Chemnitz sind derzeit 2.758 Jüngere unter 25 Jahren ohne Beschäftigung, 5 weniger als im November (minus 0,2 Prozent) und 409 weniger im Vergleich zu Dezember 2008 (minus 12,9 Prozent). 1.081 Jüngere meldeten sich im Monatsverlauf arbeitslos, darunter 407 aus Erwerbstätigkeit und 409 aus Ausbildung oder Qualifizierung. Aus Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich insgesamt 1.054 Jüngere, darunter 385 in Erwerbstätigkeit und 316 in Ausbildung und Qualifizierung.

Gemeldete Stellen

Verglichen mit dem Vorjahr suchten die Firmen weniger neue Mitarbeiter, so standen im Jahresverlauf insgesamt 4,7 Prozent weniger Stellen für den ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung als 2008. Arbeitsagentur und Arbeitsgemeinschaften wurden im Dezember 1.903 neue Stellenangebote für den ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Das sind 71 oder 3,9 Prozent mehr Jobangebote als im November und 85 (4,7 Prozent) mehr als im Dezember 2008.

Kurzarbeit

Nach ersten Hochrechnungen bewegen sich die Anzeigen für Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen auch im Dezember 2009 auf einem gemäßigten Level. Bis zum 30. Dezember wurden im Agenturbezirk 92 neue Anzeigen für Kurzarbeit mit 910 Personen erfasst. Im Jahresdurchschnitt haben im Agenturbezirk monatlich rund 7.800 Arbeitnehmer tatsächlich kurzgearbeitet.

"Viele Betriebe können aufgrund beginnender konjunktureller Belebung allmählich wieder zu normalen Arbeitszeiten zurückkehren. Wenn die wirtschaftliche Belebung zu schwach ausfällt, könnte Kurzarbeit jedoch auch teilweise in Beschäftigungsabbau umschlagen", so Agenturchefin Konstantine Duscha.

Zusätzlich zur konjunkturell bedingten Kurzarbeit geht die Arbeitsagentur in den Wintermonaten davon aus, dass sich rund 550 Betriebe mit etwa 3.500 Arbeitnehmern aus der Stadt Chemnitz und den Altkreisen Mittweida und Freiberg für das Saison-Kurzarbeitergeld entscheiden.

Saison-Kurzarbeitergeld unterstützt Baubetriebe in der sogenannten Schlechtwetterzeit von Dezember bis März und hilft, Entlassungen von Bauarbeitern, Garten- und Landschaftsbauern, Dachdeckern und Gerüstbauern zu vermeiden. Sowohl witterungsbedingte Arbeitsausfälle als auch Ausfälle wegen Auftragsmangel können in dieser Zeit mit dem Saison-Kurzarbeitergeld abgefedert werden.

Blick in die Regionen*

Stadt Chemnitz

In der Stadt Chemnitz stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 486 Personen (3,3 Prozent). Aktuell sind 15.006 Chemnitzer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl liegt unter dem Vorjahresniveau (minus 160 bzw. minus 1,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 12,3 Prozent (November: 11,8 Prozent; Vorjahr: 12,2 Prozent).

Landkreis Mittelsachsen

Auch im Landkreis Mittelsachsen stieg die Zahl der Arbeitslosen an. Derzeit sind 19.477 Frauen und Männer im Landkreis ohne Arbeit, 986 oder 5,3 Prozent mehr als im November. Die Arbeitslosenzahl liegt im Landkreis mit 222 Personen bzw. 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote ist auf 11,1 Prozent gestiegen (Vormonat 10,5; Vorjahr 10,8 Prozent).

Region Flöha:
- 2.031 Arbeitslose (plus 40; plus 2,0 Prozent zum Vormonat)
- Arbeitslosenquote 9,8 Prozent (Vormonat 9,8 Prozent)

Region Freiberg:
- 4.946 Arbeitslose (plus 215, plus 4,5 Prozent zum Vormonat)
- Arbeitslosenquote 9,3 Prozent (Vormonat 8,9 Prozent)

Region Hainichen:
- 3.501 Arbeitslose (plus 191, plus 5,8 Prozent zum Vormonat)
- Arbeitslosenquote 10,6 Prozent (Vormonat 10,0 Prozent)

Region Rochlitz:
- 3.380 Arbeitslose (plus 246, plus 7,8 Prozent zum Vormonat)
- Arbeitslosenquote 10,3 Prozent (Vormonat 9,5 Prozent)

*Zum Chemnitzer Agenturbezirk gehören die Stadt Chemnitz und die Altkreise Freiberg und Mittweida. Die Angaben zum Landkreis Mittelsachsen beziehen sich auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im gesamten Landkreis, einschließlich des Altkreises Döbeln.

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