Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Zum Tag der Milch braucht's weniger Milch

Preisverfall zulasten der Milchbauern erfordert innovative Maßnahmen / AbL kritisiert den Bauernverband für sein Jammern und sein Rufen nach dem Staat

(lifePR) (Berlin / Hamm, ) Der "internationale Tag der Milch" am morgigen 1. Juni ist für die Milchbauern kein Tag zum Feiern. Denn die Molkereien zahlen den Milcherzeugern immer weniger für die kostbare Milch. Die Ursache für den Preisverfall sieht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in einem Überangebot an Milch, das nur zu Niedrigpreisen auf außereuropäischen Exportmärkten abzusetzen sei. Das habe auch bei den Preisverhandlungen mit den Einzelhandelsketten für schlechte Abschlüsse gesorgt.

"Die Molkereien exportieren zwar munter weiter, aber diese Exporte gehen voll und ganz auf unsere Kosten. Mit den ständig sinkenden Auszahlungspreisen an die Bauern halten sich die Molkereien schadlos", kritisiert Milchbauer Ottmar Ilchmann vom AbL-Bundesvorstand. Die Auszahlungspreise der Molkereien liegen nach Angaben der AbL weit unter den Erzeugungskosten der Milchviehbetriebe. "Der Export zu Billigpreisen hilft uns Bauern nicht, sondern bringt uns Verluste und bedroht die Liquidität von Betrieben", erklärt Ilchmann.

"Wir brauchen innovative Maßnahmen, um an der Wurzel der Krise anzusetzen. Das Überangebot an Milch muss verringert werden", schlussfolgert der AbL-Milchvorstand. Eine Verringerung der Menge sei aber nur zu erreichen, wenn sie überbetrieblich koordiniert wird. Die Milchquote gebe es nicht mehr, und kurzfristige Kriseninstrumente auf EU-Ebene seien noch nicht installiert, stellt die AbL fest. "Wir fordern daher die Molkereien auf, einen Bonus für diejenigen Milcherzeuger einzuführen, die ihre Milcherzeugung nicht ausdehnen oder sogar um wenige Prozentpunkte reduzieren", erläutert Ilchmann. Schon eine geringe Reduzierung der Milchmenge habe Signalwirkung und könne einen überproportionalen Preisanstieg auslösen. Das komme allen Milcherzeugern zugute.

Die Forderungen des Bauernverbandes Schleswig-Holstein nach Erhöhung der staatlichen Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver, nach staatlichen Liquiditätsfördermitteln und Bürgschaften sowie nach staatlichen Maßnahmen zur Erhöhung der Exporte lehnt die AbL ab. "Der Bauernverband jammert über die Krise, die er selbst herbeigeführt hat. Er hat dafür gesorgt, dass die Bundesregierung bei der jüngsten EU-Agrarreform die Einführung von kurzfristigen Instrumenten gegen Marktkrisen verhindert hat. Nun ruft er nach dem Staat, und wieder helfen seine Vorschläge nicht den Bauern, sondern allein den exportorientierten Molkereien", so Ilchmann. Damit disqualifiziere sich der Bauernverband einmal mehr als Interessenvertretung der Milchbauern.

"Weil der Staat jetzt nicht kurzfristig wirksam helfen kann, müssen nun die Molkereien die Krise beheben helfen. Das werden sie nicht freiwillig tun, dafür braucht es gemeinsamen Druck der Bauern. Öffentlichkeit und Verbraucher können uns dabei unterstützen. In diesem Sinne kann der Tag der Milch ein guter Tag werden", schließt der AbL-Milchvorstand.

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