Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Telekom Austria Group weist trotz intensiven Wettbewerbs und flauer Konjunktur Nettogewinn von rd. 81 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2012 aus

(lifePR) (Wien, ) .
- Erwartungen des Kapitalmarktes übertroffen
- Starke Performance und operative Erfolge in Weißrussland
- Über 900.000 Kunden konzernweit gewonnen
- Kundenzuwachs von 6,4% bei Festnetz und 3,9% bei Mobilfunk
- Starker Preisdruck im Mobilfunk in Österreich, Bulgarien und Kroatien
- Konzernweiter Umsatzrückgang um 4,9% (ohne Währungseffekte und Hyperinflation +1,9%)
- Bereinigtes EBITDA sinkt um 6,6% (ohne Währungseffekte und Hyperinflation +1,6%)
- EBIT (Operatives Ergebnis) auf 211,1 Mio. EUR verfünffacht
- Nettogewinn in Höhe von rund 81 Mio. EUR
- Preiserosion, Wirtschaftslage und Regulierung erfordern Anpassung des Ausblicks
- Daher Fokus auf Kosteneinsparungen und Effizienz bei Investitionen

Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2012 waren für die Telekom Austria Group - wie für die europäische Telekommunikationsbranche überhaupt - herausfordernd. Heftiger Wettbewerb in den drei größten Märkten Österreich, Bulgarien und Kroatien sowie eine schleppende konjunkturelle Entwicklung im gesamten Marktgebiet führten im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres zu einem Rückgang des Umsatzes um 4,9%. Das bereinigte EBITDA sank um 6,6%. Wachstum gab es in Kroatien, Slowenien, Serbien und Mazedonien, Einbußen mussten in Österreich, Bulgarien und Weißrussland hingenommen werden. Das EBIT konnte durch deutlich geringe Restrukturierungsaufwendungen nahezu verfünffacht werden. Der Nettogewinn drehte daher zum Halbjahr in einen deutlichen Gewinn in der Höhe von rund 81 Mio. EUR.

"Das Umfeld für unser Geschäft ist deutlich schwieriger geworden. Dank unserer Konvergenz-Strategie können wir die negativen Effekte aber besser abfedern als andere", kommentiert Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group, das Halbjahres-Ergebnis: "Im ersten Halbjahr konnten wir die Erwartungen des Kapitalmarkts übertreffen. Das schwache wirtschaftliche Umfeld und vor allem der deutlich heftigere Preiswettbewerb in Österreich, Bulgarien und Kroatien werden im Gesamtjahr unsere Margen dämpfen."

Die Ergebnisse der Telekom Austria Group

Aufgrund des Preiswettbewerbs und regulatorischer Maßnahmen ging der Umsatz der Telekom Austria Group in den ersten sechs Monaten des Jahres um 4,9% auf 2.118,3 Mio. EUR zurück. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte er 2.227,3 Mio. EUR betragen. Ohne Berücksichtigung von sämtlichen Währungseffekten und der Hyperinflation in Weißrussland wäre der Umsatz um 1,9% gestiegen. Besonders stark waren die Auswirkungen des Preiswettbewerbes in Österreich und in Bulgarien, den zwei größten Märkten der Telekom Austria Group. In diesen zwei Märkten wird rund die Hälfte aller Kunden der Gruppe betreut. In Kroatien wirkt sich der Wettbewerb negativ auf die Umsätze am Telekommunikationsmarkt aus, der Rückgang konnte dank der letztjährigen Akquisition des Kabelanbieters B.net mehr als kompensiert werden. Wachstum konnte überdies in Slowenien, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien verzeichnet werden.

Das bereinigte EBITDA (ohne Restrukturierungsaufwand und Impairments) sank im Berichtszeitraum um 6,6% auf 726,2 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr des Vorjahres betrug dieser Wert 777,6 Mio. EUR. In Kroatien, Slowenien, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien stieg das bereinigte EBITDA deutlich, während in den anderen Märkten trotz Kosteneinsparungen der Ertragsrückgang nicht zur Gänze kompensiert werden konnte. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten und der Hyperinflation in Weißrussland wäre das bereinigte EBITDA um 1,6% auf 790,0 Mio. EUR gestiegen.

Die Investitionen stiegen um 19,4% auf 330,9 Mio. EUR. Der Schwerpunkt der Investitionen lag in Österreich beim Ausbau des Giganetzes und bei LTE, der neuesten Technologie für mobiles Internet. Der operative Cashflow stieg um 2,6% auf 475,3 Mio. EUR.

Die Restrukturierungsaufwendungen betrugen im ersten Halbjahr 2012 11,1 Mio. EUR, nach 218,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT (operatives Ergebnis) konnte dadurch fast verfünffacht werden. Es beträgt 211,1 Mio. EUR und stieg damit um 394,6%. Der Nettogewinn beträgt im ersten Halbjahr 2012 80,9 Mio. EUR, nach einem Verlust in Höhe von 59,2 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich um 1,4% auf 16.797 zum 30. Juni 2012. Die Restrukturierungsprogramme in Österreich, sowie der Personalabbau in Weißrussland und Bulgarien wirkten sich stärker aus als die wachstumsbedingte Erhöhung an Mitarbeitern in den anderen Märkten. In Österreich waren am Ende der Berichtsperiode 9.300 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem 30. Juni 2011 von 0,8%.

Anpassung des Ausblicks

Die Entwicklung der Märkte, in denen die Telekom Austria Group tätig ist, wird durch negative externe Faktoren getrübt. Die Wirkung dieser Faktoren hat sich im ersten Halbjahr verstärkt und es ist abzusehen, dass diese negative Entwicklung auch in der zweiten Hälfte 2012 anhalten wird. So führt der heftige Wettbewerb in Österreich, Bulgarien und Kroatien zu einer substanziellen Preiserosion im Mobilfunk und in weiterer Folge zu einer zunehmenden Migration von Sprachminuten aus dem Festnetz in den Mobilfunk. Darüber hinaus werden durch regulatorische Maßnahmen (Terminierungsentgelte im Mobilfunk, Roaming, Kostenverordnung) Einbußen beim Umsatz (24,8 Mio. EUR) verursacht.

Die Telekom Austria Group erwartet, dass sich die schwache konjunkturelle Entwicklung ungünstig auf das Geschäft sowie auf die Nachfrage und auf das Nutzungsverhalten der Kunden in allen Märkten nach wie vor stark auswirken wird. Dieser Entwicklung wird das Management durch einen Fokus auf den operativen Free Cashflow, zusätzliche Kosteneinsparungen sowie durch eine gesteigerte Effizienz der Investitionen entgegen wirken, um so die nachteiligen Auswirkungen auf das Ergebnis zu limitieren.

"Die Summe der negativen Effekte erfordert eine Anpassung des Ausblicks. Umso mehr werden wir das New Ambition Program forcieren und auf Kostendisziplin achten", erläutert Hans Tschuden, CFO Telekom Austria Group, die Entwicklung.

Das Management erwartet einen Konzernumsatz für das Gesamtjahr 2012 in Höhe von ungefähr 4,2 Mrd. EUR (bisher ungefähr 4,4 Mrd. EUR) und ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite zwischen 1,40 Mrd. und 1,45 Mrd. EUR (bisher ungefähr 1,5 Mrd. EUR). Die Investitionen werden zwischen 700 Mio. EUR und 750 Mio. EUR liegen, der gleiche Wert wird für den Free Cashflow erwartet. Der Ausblick für beide Werte lag bisher bei jeweils ungefähr 750 Mio. EUR. Die Telekom Austria Group bestätigt die Absicht, für 2012 eine Dividende in Höhe von 38 Eurocent je Aktie zu bezahlen.

Die operativen Highlights in den einzelnen Märkten

A1, Österreich

Der österreichische Markt für Mobilfunk war durch intensiven Wettbewerb geprägt, in dessen Fokus hochsubventionierte Smartphone-Tarife liegen. Die anhaltende Substitution von Sprachminuten im Festnetz durch den Mobilfunk sowie aggressive mobile Breitband-Angebote führten zu einem Rückgang der gesamten Festnetzanschlüsse (Festnetz, TV, Internet). Die Zahl der Bündelprodukte im Festnetz stieg jedoch weiterhin an und kletterte über die Marke von 1 Million. A1 TV konnte den Abonnentenkreis um 18,1% steigern, zum Halbjahr zählte das Unternehmen 206.300 Kunden. Deutliche Zuwächse gab es auch bei mobilem Breitband und bei "bob", sodass insgesamt die Zahl der Kunden im Mobilfunk gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres um 2,2% auf knapp 5,3 Mio. Kunden gesteigert wurde. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde reduzierte sich um 9,3%, wodurch die Umsätze in Österreich um 6,1% auf 1.379,9 Mio. EUR sanken.

Trotz striktem Kostenmanagement - die Betriebsaufwendungen wurden um 56,4 Mio. EUR gesenkt - ging das bereinigte EBITDA um 7,1% auf 462,2 Mio. EUR zurück.

Mobiltel, Bulgarien

In Bulgarien führte die schlechte wirtschaftliche Entwicklung zu einer geringeren Inanspruchnahme von Kommunikations-Dienstleistungen. Zusätzlich verschärfte sich der Preiswettbewerb. Diese Entwicklung hatte besonders im Premium-Bereich, in dem Mobiltel stark positioniert ist, Auswirkungen. Dank der No-frills-Marke "bob" konnte Mobiltel den Rückgang in Umsatz und Ertrag begrenzen, der durchschnittliche Umsatz je Kunde (ARPU) sank dennoch um 14,8% auf 6,3 EUR.

In diesem Umfeld stärkt auch in Bulgarien die Konvergenz-Strategie das Geschäftsmodell der Telekom Austria Group. Im Bereich Mobilfunk stieg die Zahl der Breitband-Verträge um 72,5% auf 278.800 an, die Zahl der Festnetzanschlüsse wuchs um 36,3% auf 138.000 - das sind fast zur Gänze Breitband Anschlüsse. Insgesamt betreut Mobiltel in Bulgarien mehr als 5,5 Mio. Kunden im Mobilfunk und knapp 140.000 Festnetzanschlüsse.

Der Umsatz ging in Bulgarien um 7,9% auf 243,0 Mio. EUR zurück, das bereinigte EBITDA sank um 18,8% auf 110,0 Mio. EUR. Die um 4,0 Mio. EUR gesenkten Aufwendungen für den Betrieb konnten die deutlichen Erlös- und Ertragsminderungen nur teilweise kompensieren.

Vipnet, Kroatien

Kroatien blieb auch im ersten Halbjahr 2012 ein schwieriger und hart umkämpfter Markt. Die Zahl der Kunden im Mobilfunk sank um 3,0% auf knapp unter 2 Millionen Kunden, die starke Nachfrage nach Breitbandangeboten und Bündelprodukten trug aber dazu bei, dass das Ergebnis von Vipnet zufriedenstellend ausfiel. Vor allem dank der im Vorjahr durchgeführten Akquisition von B.net können landesweit derzeit 154.700 Haushalte und Betriebe mit Festnetz-Breitbandanschlüssen versorgt werden.

Dank Festnetz stieg der Umsatz von Vipnet im ersten Halbjahr 2012 um 1,9% auf 194,3 Mio. EUR, das bereinigte EBITDA wuchs um 16,8% auf 60,8 Mio. EUR. Zu dieser deutlichen Ertragsverbesserung haben auch abgesenkte Betriebsaufwendungen beigetragen.

velcom, Weißrussland

Hyperinflation und Währungsabwertung prägen nach wie vor das Ergebnis der velcom. Das Unternehmen weist eine weiterhin starke operative Performance auf, die sich im Ergebnis in lokaler Währung entsprechend widerspiegelt.

Für velcom bedeutet dies auf der Marktseite eine Zunahme der Kundenbasis um 4,9% auf über 4,6 Mio. Kunden. Besonders stark war die Nachfrage nach mobilen Breitband-Angeboten; hier hat sich die Kundenbasis mehr als verdoppelt. Preiserhöhungen und ein optimiertes Kundenportfolio führten zu einer deutlichen Erhöhung des durchschnittlichen Umsatzes je Kunde (ARPU) von 59,2% in lokaler Währung und vor Hyperinflationseffekten. Kundenwachstum, eine vermehrte Nutzung der Services, Preiserhöhungen und ein optimiertes Tarifportfolio führten zu einem Anstieg der Umsätze in lokaler Währung und vor Hyperinflationseffekten um 71,5%, das bereinigte EBITDA konnte um 60,7% in lokaler Währung und vor Hyperinflationseffekten gesteigert werden.

Die Inflationsrate betrug im ersten Halbjahr rund 10%, der weißrussische Rubel wertete gegenüber dem Euro um rund 30% per 30.6.2012 im Vergleich zum Vorjahr ab. Gemäß der Rechnungslegung für Hyperinflationsländer und nach Währungseffekten ergibt dies in EUR einen Umsatzrückgang von 15,9% auf 136,9 Mio. EUR und eine Reduktion des bereinigten EBITDA um 26,7% auf 55,3 Mio. EUR.

Weitere Märkte

Si.mobil, Slowenien

Im hart umkämpften slowenischen Markt konnte Si.mobil die Kundenbasis ausbauen und betreut derzeit rund 646.000 Kunden. Dank Fokus auf Smartphones und Breitband konnte der durchschnittliche Umsatz je Kunde (ARPU) weiter gesteigert werden. Zum Halbjahr betrug er 21,2 EUR.

Der Umsatz von Si.mobil stieg im ersten Halbjahr 2012 um 7,1% auf 96,4 Mio. EUR, das bereinigte EBITDA konnte um 15,3% auf 26,4 Mio. EUR gesteigert werden.

Vip mobile, Republik Serbien

Auch in der Republik Serbien konnte der Wachstumskurs fortgesetzt werden. Vip mobile konnte die Kundenbasis ausweiten und betreut derzeit über 1,6 Mio. Kunden.

Sehr erfreulich ist die wirtschaftliche Entwicklung: In den ersten sechs Monaten wurde der Umsatz um 15,1% auf 75,5 Mio. EUR ausgeweitet, das bereinigte EBITDA stieg um 82,8% auf 21,7 Mio. EUR.

Vip operator, Republik Mazedonien

Vip operator betreut derzeit 600.800 Kunden in der Republik Mazedonien und konnte durch die Steigerung der Kundenzahl den Marktanteil auf 26,0% ausbauen und die Marktposition als klare Nummer 2 stärken.

In Mazedonien setzte Vip operator im ersten Halbjahr 28,2 Mio. EUR um, dies entspricht einer Steigerung um 15,9%. Das bereinigte EBITDA betrug 5,5 Mio. EUR.

A1 Telekom Austria AG

Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als führender Kommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 23 Millionen Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), der Republik Serbien (Vip mobile) und der Republik Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio. Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 16.800 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4,45 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.

Weitere Informationen unter http://www.telekomaustria.com und auf Twitter http://twitter.com/TA_Group

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